BVB unter Schock - Schalke feiert

Manuel Akanji von Borussia Dortmund liegt am Boden während die Schalker Spieler jubeln.

BVB unter Schock - Schalke feiert

  • BVB nach Derbyniederlage unter Schock
  • Favre hadert mit dem Schiedsrichter
  • Schalke betreibt Wiedergutmachung

Rotsünder Marco Reus starrte ins Leere, die BVB-Fans waren plötzlich ganz still, und aus der Ecke des Erzrivalen hagelte es Hohn und Spott. Nach dem völlig unerwarteten Rückschlag im Titelrennen ausgerechnet gegen den Krisenklub Schalke 04 stand Borussia Dortmund unter Schock - nur Trainer Lucien Favre tobte.

"Das ist der größte Skandal in der Fußball-Geschichte für mich. Das ist eine große Schande", ereiferte sich der tief enttäuschte Schweizer ungewohnt emotional nach dem 2:4 (1:2) im Revierderby. Der aus seiner Sicht völlig unberechtigte Handelfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Daniel Caligiuri (18.) hatte Favre vollkommen aus der Fassung und seine Mannschaft aus dem Rhythmus gebracht.

Zorc ärgert sich über Zwayer

Frust schob auch Michael Zorc, der seinen Zorn gegen Schiedsrichter Felix Zwayer richtete. "Da steht er und macht sich zum Hauptdarsteller", sagte der Sportdirektor über den Unparteiischen, der seinen Elfmeterpfiff nach Videobeweis und die berechtigten Roten Karten gegen Reus (60.) und Marius Wolf (65./beides grobes Foulspiel) den Journalisten ausführlich erklärte.

Kehl schreibt Meisterschaft nicht ab

Die Königsblauen nahmen damit späte Rache für 2007. Damals hatte der lange abstiegsgefährdete BVB die Schalker im vorletzten Saisonspiel mit einem Heimsieg aus allen Meisterträumen gerissen. Dieses Mal könnte es umgekehrt laufen, auch wenn Sebastian Kehl noch nicht die weiße Fahne hisste. "Ich gebe noch nicht auf. Das Ding ist noch nicht durch", sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung.

"Riesenschritt" für Schalke

Noch nicht durch ist auch der abgestürzte Vizemeister Schalke im Abstiegskampf, für Clemens Tönnies war es aber "ein Riesenschritt". Daher umarmte der Aufsichtsratschef Trainer Huub Stevens nach dem Auswärtscoup innig und drückte dem Niederländer einen Kuss auf die Stirn.

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"Mit diesem Spiel sind viele Sachen vergessen", sagte Kapitän Benjamin Stambouli. Dem widersprach allerdings der Knurrer aus Kerkrade. "Das macht die Saison nicht gut", sagte Stevens, der auch beim zuvor letzten Schalker Sieg in Dortmund im Oktober 2012 auf der Bank gesessen hatte. Zumindest hat der Jahrhunderttrainer seine Mission Klassenerhalt aber so gut wie erfüllt.

sid/red | Stand: 28.04.2019, 11:01