Köln kämpft in Dortmund gegen den Negativ-Rekord

Kölns Trainer Markus Gisdol

Köln kämpft in Dortmund gegen den Negativ-Rekord

18 Spiele hat der 1. FC Köln in Folge nicht gewonnen. Kommt am Samstag in Dortmund noch ein weiteres Spiel hinzu, wäre das vereinsinterner Negativ-Rekord. Ausgerechnet jetzt muss Trainer Markus Gisdol kurzfristig auf Sebastian Andersson und Jorge Mere verzichten.

Der 1. FC Köln kann am Samstag einen Rekord aufstellen, auch wenn die Köner darauf gerne verzichten würden. Gewinnt der FC nicht bei Borussia Dortmund, wäre es das 19. Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg. So viele Spiele nacheinander hat in der FC-Historie noch keine Mannschaft nicht gewonnen. Die bisherige "Bestmarke" von 18 sieglosen Spielen in Folgen haben die Kölner mit dem 1:2 gegen Union Berlin am vergangenen Sonntag bereits eingestellt.

Die Folge: Der FC steht mit nur drei Punkten aus den ersten acht Saisonspielen auf dem vorletzten Tabellenplatz - punktgleich mit dem FC Schalke 04, der die deutlich schlechtere Torbilanz hat. Trainer Markus Gisdol steht mittlerweile in der Kritik. Präsident Werner Wolf hatte zuletzte betont, dass es für niemanden eine Job-Garantie gebe. Gisdol geht gelassen mit der Situation um: "Das muss man als Bundesligatrainer aushalten können. Das ist Teil des Jobs, da gibt es nichts zu klagen", sagt er am Donnerstag.

Dortmund hat viel Rückenwind

Dennoch wird es nicht helfen, dass die Kölner mit dem BVB eine der aktuell schwerst möglichen Aufgaben vor der Brust haben. Dortmund hat acht der vergangenen zehn Pflichtspiele gewonnen und hat sich beim 3:0 unter der Woche gegen den FC Brügge in der Champions League noch einmal zusätzlichen Rückenwind geholt.

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Dennoch warnte BVB-Trainer Lucien Favre seine Mannschaft vor den Kölner: "Die negativen Statistiken sagen für mich nicht so viel aus. Jedes der letzten zehn Spiele, die ich von ihnen gesehen habe, war sehr eng", sagte Favre am Donnerstag.

Gisdol wünscht sich Leistung wie im Bayern-Spiel

Gisdol wünscht sich deshalb eine couragierte Leistung seines Teams: "Wir müssen uns an das Spiel gegen Bayern München erinnern, wie mutig wir da waren", sagte er mit Blick auf die 1:2-Niederlage Ende Oktober. "Wir haben angesprochen, dass wir auf dem Platz lauter sein und uns mehr helfen müssen."

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Gemeinsam, so will Gisdol auch es versuchen, BVB-Stürmer Erling Haaland in den Griff zu bekommen. "Haaland zu stoppen, ist eine unheimlich schwierige Aufgabe. Er ist ein Torjäger und Athlet wie gemalt. Und vor dem Tor sehr konsequent. Da sind alle gefordert. Es ist aber auch nicht unmöglich", so Gisdol. Sechs Tore hat Haaland allein in den vergangenen zwei Pflichtspielen gegen Hertha BSC und Brügge erzielt. "Einer der vorweg geht, das tut uns unheimlich gut", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

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Kölner Andersson und Mere fallen aus

Personell kann der FC möglicherweise auf Anthony Modeste und Benno Schmitz sowie auf Sebastiaan Bornauw zurückgreifen. Nicht dabei sein werden weiter Kapitän Jonas Hector und Florian Kainz. Aber: Mittelstürmer Sebastian Andersson (29) klagte erneut über Knieprobleme und reiste daher nicht mit dem Team nach Dortmund. Innenverteidiger Jorge Mere (23), der erst am vergangenen Spieltag gegen Union Berlin (1:2) ein ordentliches Saisondebüt gab, konnte ebenfalls nicht am Abschlusstraining teilnehmen und fällt aus.

Auf Dortmunder Seite fällt Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou weiter aus. Der Einsatz von Raphael Guerreiro ist fraglich. Er war angeschlagen aus dem Spiel gegen Brügge gegangen.

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lt | Stand: 27.11.2020, 17:37