Rolfes sieht Team gut vorbereitet für Europa League

Simon Rolfes, Sportchef des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen

Rolfes sieht Team gut vorbereitet für Europa League

  • Simon Rolfes sieht sein Team in guter Verfassung für Europa League
  • Nach wie vor kein offizielles Angebot für Kai Havertz
  • Sportchef sieht in Fanfrage Lösung in der Politik der kleinen Schritte

Mitte März sorgte Bayer Leverkusen mit einem 3:1-Sieg bei den Glasgow Rangers für eine gute Voraussetzung für das Erreichen des Viertelfinales in der Europa League. Am Donnerstag (06.08.2020, 18.55 Uhr), also knapp fünf Monate später, steht nun das Rückspiel im heimischen Stadion an.

Es ist das Spiel der Kontraste: Damals der vollbesetzte, enge Ibrox Park, kommende Woche die fast menschenleere Arena in Leverkusen. Keine einfache Situation, "weil man mittlerweile ja das Gefühl hat, das war aus einer anderen Zeit," wie Bayers Sportdirektor Simon Rolfes am Donnerstag (30.07.2020) zugab.

"Die Sehnsucht, wieder ein Spiel zu erleben, mit diesen Emotionen, mit der Atmosphäre und der Normalität, ist groß", so Rolfes. Dennoch freut sich der ehemaliger Profispieler auf die Partie gegen die Schotten und ist guter Dinge trotz der langen Zeit zwischen Hin- und Rückspiel. "Es ist eine ungewohnte Herausforderung, keine Frage", so Rolfes.

Rolfes: "Unser Wunsch ist ein volles Stadion"

Sportschau 30.07.2020 02:21 Min. Verfügbar bis 30.07.2021 ARD

Die Frische im Team aufrechtzuerhalten sei eine der wichtigsten Aufgaben in den letzten Wochen gewesen. Es sei nicht einfach, die Belastungssteuerung hinzubekommen, aber die kurze Phase der Regeneration ohne eine eigentlich übliche sechswöchige Saisonvorbereitung würde auch helfen, schneller wieder in den Fußball-Alltag hereinzukommen.

Rolfes: "Wir wollen mit dem Kader zu Ende spielen" Sportschau 30.07.2020 01:04 Min. Verfügbar bis 30.07.2021 Das Erste

Nach wie vor kein offizielles Angebot für Havertz

"Die Mannschaft ist fokussiert und gut drauf", so Rolfes, der noch einmal bekräftigte, dass Bayer mit dem Kader die Saison zu Ende spielen wird - also auch mit Kai Havertz, für den es nach wie vor "kein offizielles Angebot gibt". Der FC Chelsea soll nach englischen Medienberichten mit Havertz einig aber angeblich noch nicht bereit sein, die geforderte Ablöse zu zahlen.

In der vieldiskutierten Frage zur Rückkehr der Zuschauer in den Stadien sieht Rolfes die Lösung in der Politik der kleinen Schritte. "Als Liga müssen wir in der Kommunikation mit den Fans die bestmögliche Lösung finden. Dass das Einschränkungen bedeutet - ich glaube dessen sind wir uns alle bewusst", so der Sportdirektor. Er sei fest davon überzeugt, lieber einen kleinen Schritt in Richtung Normalität zu machen, als ohne Zuschauer in die Saison zu starten. Man könne Erfahrungen sammeln, einige Sachen verbessern und wertvolle Erkenntnisse gewinnen: "Ein Schwarz-Weiß-Denken hilft nicht."

Eine Zahl, mit wie vielen Zuschauern man plane, wollte der Sportdirektor nicht nennen und sprach von einer dynamischen Entwicklung. Es hänge unter anderem davon ab, wie sich die Corona-Situation Anfang September darstelle. "Von daher wäre es jetzt nicht seriös, irgendeine Zahl zu nennen."

Stand: 30.07.2020, 10:01