Bayer will seine Stars länger halten

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro

Bayer will seine Stars länger halten

  • Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro will an Spitzenklubs heranrücken
  • Ziel beim Fußball-Bundesligisten soll sein, "Titel zu holen"
  • Stars sollen länger gehalten werden

Gonzalo Castro, Christoph Kramer, Kevin Kampl, Ömer Toprak, Julian Brandt - die Liste namhafter Akteure, die Bayer Leverkusen in den vergangenen Jahren in Richtung eines Bundesligakonkurrenten verlassen haben, ist üppig. Hinzu kommt mit Emre Can, Heung Min Son, Chicharito, Hakan Calhanoglu, Bernd Leno oder Benjamin Henrichs ein weiteres halbes Dutzend Top-Spieler, das es vom Rhein in ausländische Ligen zog. In dieser Form soll das nun ein Ende haben - erklärt zumindest Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro. Denn um die - immer wieder formulierten, höhergesteckten - Ziele zu erreichen, müsse Bayer seine Stars länger halten, so Carro.

"Auf der Liste, wenn es um einen Titelkampf geht"

Der Spanier will mit der Werkself in den kommenden Jahren näher an die nationalen und europäischen Spitzenklubs heranrücken. "Mein Ziel ist es, dass uns jeder auf der Liste hat, wenn es um einen Titelkampf geht", sagte der 55-Jährige der "Sport Bild": "Wir wollen jedes Jahr um Titel spielen. Und es ist das Ziel, in den nächsten Jahren nicht nur dabei zu sein, sondern Titel zu holen." Wie weit Leverkusen davon aber aktuell noch entfernt zu sein scheint, zeigte zuletzt die deutliche Niederlage im Pokalfinale gegen den FC Bayern - unabhängig davon, dass Bayer immer noch Chancen auf den Gewinn der Europa League besitzt.

Um die eigenen Ansprüche zu erfüllen, müsse der Verein aber seine Stars länger halten, betonte der Manager. "Die Spieler brauchen die Überzeugung, dass sie hier etwas gewinnen können. Wenn dann jemand von uns zu einem der zehn Spitzenklubs in Europa geht, muss ich damit leben", erklärte Carro.

Keine Spieler mehr unfreiwillig an Vereine wie Dortmund verlieren"

Zu dieser Kategorie zählen für ihn Vereine wie Bayern München, Juventus Turin, Real Madrid, der FC Barcelona, Paris St. Germain oder der FC Liverpool. Nicht aber ein Klub wie Borussia Dortmund, zu dem in den vergangenen Jahren immer wieder Leistungsträger abgewandert waren. "Wir müssen es schaffen, keinen Spieler mehr unfreiwillig an Vereine wie Borussia Dortmund zu verlieren", sieht Carro keinen Grund, sich dauerhaft hinter Klubs wie dem BVB einzuordnen: "An die Gruppe der ganz großen Klubs werden wir nicht rankommen. Aber wir haben die Top 16 in Europa als klares Ziel formuliert. Dazu stehen wir, darauf arbeiten wir hin."

Licht ins Dunkel über einen möglichen Wechsel von Top-Star und Nationalspieler Kai Havertz brachten Carros Aussagen übrigens nicht. Denn bei allen Spekulationen über einen möglichen Transfer tauchen ausschließlich die Namen europäischer Top-Klubs auf.

Highlights - Bayern München holt den DFB-Pokal Sportschau 04.07.2020 07:59 Min. Verfügbar bis 04.07.2021 Das Erste

Stand: 15.07.2020, 19:10