"Showdown" im Abstiegskampf: Köln, Bielefeld und Bremen kämpfen um Klassenerhalt

Frank Kramer, Trainer des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld.

"Showdown" im Abstiegskampf: Köln, Bielefeld und Bremen kämpfen um Klassenerhalt

Der 1. FC Köln, Arminia Bielefeld und Werder Bremen: Nur einer kann noch den direkten Klassenerhalt schaffen. Einer muss in die Relegation und einer wird am kommenden Wochenende absteigen.

"Es kommt zum großen Showdown - da werden wir alles investieren", sagte Bielefelds Trainer Frank Kramer am Samstagabend. Von einem "Endspiel" sprach Kölns Trainer Friedhelm Funkel. "Wir müssen gewinnen, um in der Liga zu bleiben", erklärte er.

Auch Florian Kohfeldt hatte sich am Samstag ähnlich geäußert, ehe Werder Bremen seinen Trainer am Sonntagmorgen freistellte. Nun soll Thomas Schaaf die Bremer als Interims-Trainer in den entscheidenden letzten Spieltag führen. Kurz vor dem Saisonfinale wird die Unruhe in Bremen größer.

Ruhe in Bielefeld

Ganz anders in Bielefeld. Der Verein strahlt eine gewisse Gelassenheit aus - trotz der ansgspannten tabellarischen Situation. "Nächste Woche geht es um alles, und wir sind voll dabei", zeigte sich Trainer Kramer optimistisch. Denn Arminia Bielefeld hat die beste Ausgansposition im Rennen um den Klassenerhalt. Nach dem 1:1 gegen Hoffenheim steht die Armina aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, hat einen Punkt Vorsprung auf den 16. Bremen und zwei auf den 17. Köln. Bielefeld hat alles in der eigenen Hand.

Auch die Bielefelder Erwartungshaltung mag in diesem packenden Saisonfinale helfen. Bereits zu Saisonbeginn war eigentlich allen im Verein klar, dass es als Liga-Neuling mit geringem Etat nur um den Klassenerhalt gehen kann. Nun hat Bielefeld dieses Ziel vor Augen: Allerdings wartet am letzten Spieltag mit dem VfB Stuttgart eine Mannschaft, die mit einem Sieg noch die Chance auf das internationale Geschäft hat.

Bielefelds Voglsammer: "War schon ordentlich anstrengend"

Sportschau 15.05.2021 02:50 Min. Verfügbar bis 15.05.2022 ARD Von ARD-Reporterin Mareike Zeck


Köln zwischen Angst und Optimismus

Deutlich größer ist die Abstiegsgefahr beim Tabellensiebzehnten Köln. Die Ausgangslage hat sich für die Rheinländer durch das 0:0 bei Hertha BSC nicht verbessert. Am letzten Spieltag droht nun das Horrorszenario: Die Kölner könnten Arm in Arm mit den Schalkern absteigen. "Das wäre grausam", so Torhüter Timo Horn.

Die Mannschaft von Friedhelm Funkel benötigt am letzten Spieltag gegen Schalke 04 einen Sieg. Immerhin: Gegen Absteiger Schalke sind drei Punkte durchaus realistisch, außerdem steht ein Heimspiel an. "Wir werden das schaffen. Wir gewinnen zu Hause und bleiben drin", zeigte sich Sportchef Horst Heldt optimistisch.

Aber Heldt mahnte auch: Es sei "trügerisch", das abgeschlagenen Schlusslicht Schalke zu unterschätzen. "Diesen Fehler darf man auf keinen Fall machen." Zumal die Schalker ausgerechnet jetzt durch das 4:3 gegen Frankfurt ein Lebenszeichen sendeten und mit einem weiteren Sieg den "Rekord" als schlechtester Absteiger seit Einführung der Drei-Punkte-Regel verhindern würden.

Und: Selbst bei einem Sieg ist der 1. FC Köln auf Schützenhilfe anderer angewiesen. Ausgerechnet dem Rivalen aus Mönchengladbach müssen die Kölner dann die Daumen drücken: "Natürlich müssen wir auf Schützenhilfe hoffen, in dem Fall von Gladbach", sagte Keeper Timo Horn. Borussia Mönchengladbach trifft auf Werder Bremen.

red/dpa/sid | Stand: 16.05.2021, 10:12