1. FC Köln gegen BVB vor Mammutaufgabe

Köln-Kapitän Jonas Hector (r.) und Torwart Timo Horn

1. FC Köln gegen BVB vor Mammutaufgabe

Von Julian Tilders

  • Kölner Vorfreude auf Heimspiel gegen Dortmund groß
  • FC hat noch Steigerungspotential
  • BVB-Sportdirektor Zorc: "Müssen richtige Schärfe haben"

Zum Heimauftakt des 1. FC Köln kommt niemand geringeres als der deutsche Vizemeister in die Domstadt. Der Aufsteiger um den neuen Trainer Achim Beierlorzer steht am Freitagabend (23.08.2019, 20.30 Uhr) vor einer Mammutaufgabe gegen stark gestartete Westfalen.

Denn die Statistik liest sich eindeutig: Der BVB verlor nur zwei der letzten 19 Bundesliga-Spiele gegen Köln, blieb zuletzt fünfmal in Folge unbesiegt. "Wir begeben uns gerne in die Außenseiterrolle, sind uns aber unserer Stärken voll bewusst. Ich freue mich riesig auf das Spiel. Freitagabend, Heimspiel, Flutlicht - und dann so ein Gegner", zeigte sich Beierlorzer jedoch unbeeindruckt. Ehrfurcht sei deplatziert, Mut angebracht.

Nach der 1:2-Pleite gegen Wolfsburg stand Aufbauarbeit auf dem Plan, er habe "viele individuelle Gespräche" geführt. Zwar war Köln letzte Saison spielerisch der Platzhirsch in Liga zwei, doch nun sind auch kämpferische Tugenden gefragt. Beim Auftakt legte der FC fast fünf Kilometer weniger zurück als die Wölfe und sprintete deutlich weniger. Eine Steigerung ist vonnöten.

Beierlorzer vor Heimpremiere gegen den BVB: "Wir müssen mutig auftreten" Sportschau 20.08.2019 04:47 Min. Verfügbar bis 20.08.2020 Das Erste

Neben der Rückkehr von Jhon Cordoba (Sperre) und Louis Schaub (Kapselverletzung) ein positives Zeichen: Stürmer Anthony Modeste verlor mit dem FC kein Bundesliga-Spiel gegen den BVB (ein Sieg, drei Remis) und schoss zwei Tore. In Köln herrscht rheinische Zuversicht. "Es gibt keine Alternative zum Optimismus", beteuerte Beierlorzer.

Reus ist FC-Experte

Besonders im Angriff überzeugte der BVB bisher im DFB-Pokal, dem Supercup und beim Liga-Auftakt. Paco Alcácer traf viermal, Jadon Sancho zweimal. Kapitän Marco Reus, der zudem in elf Bundesliga-Partien gegen Köln an zwölf Toren beteiligt war, hat schon drei Scorer-Punkte auf dem Konto. Der Kader (Durchschnittsalter gegen den FCA: 27,6 Jahre) ist routiniert, hat geballte Bundesliga-Erfahrung zu bieten. Außerdem sind bis auf Verteidiger Mateu Morey alle Spieler fit, auch Roman Bürki und Raphael Guerreiro.

BVB redet Köln groß

Sportschau 23.08.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 23.08.2020 ARD Von WDR-Reporter Christian Schulze

Trainer Lucien Favre rechnet dennoch mit einem schwierigeren Spiel als gegen den FCA: "Sie sind bereit, viel mehr als Augsburg es war." Sportdirektor Michael Zorc pflichtete ihm bei: "Neben unserer spielerischen Qualität müssen wir die richtige Schärfe haben und das Spiel unbedingt gewinnen wollen."

Für die nötige Robustheit könnte im 4-2-3-1 auf der Sechs Thomas Delaney sorgen, der gegen Augsburg nur auf der Bank saß. Optionen habe er gegen die betont kampflustigen Kölner jedenfalls genug, erklärte Favre.

Stand: 22.08.2019, 14:35