SC Verl: Selbstbewusst trotz Umbruch

Daumen hoch: SC-Verl-Trainer Guerino Capretti

SC Verl: Selbstbewusst trotz Umbruch

18 Spieler haben den SC Verl vor dieser Saison verlassen. Trainer und Spieler glauben dennoch daran, dass die Ostwestfalen in dieser Saison wieder eine gute Rolle spielen werden. Der Saisonstart gibt ihnen recht.

Das zweite Jahr, so heißt es, sei für einen Aufsteiger immer das schwerste. Vieles sprach vor dieser Saison dafür, dass es auch dem SC Verl so gehen könnte. In der Vorsaison belegten die Ostwestfalen als Aufsteiger in die 3. Liga einen sensationellen siebten Platz. Doch im Sommer folgte dann ein großer Umbruch. 18 Spieler verließen den Verein, darunter auch die Top-Torjäger Zlatko Janjic und Aygün Yildirim (beide 14 Tore). 16 Spieler kamen neu dazu. Kein Wunder also, dass bei der jährlichen Trainer-Umfrage des DFB niemand auf Verl als Aufsteiger gesetzt hat.

Trainer Guerino Capretti teilt die Auffassung vom schwierigen zweiten Jahr allerdings nicht. "Ich bin der Meinung, dass das erste jahr immer das Schwierigste ist", sagte der 39-Jährige dem "Reviersport". "Für die Spieler und den Trainerstab war die 3. Liga komplettes Neuland. In dieser Spielzeit starten wir auf einem anderen Level und sind viel besser vorbereitet."

Vier Punkte aus zwei Spielen

Die bisherigen Ergebnisse geben Capretti recht. Nach zwei Spielen ist der SCV in der 3. Liga noch ungeschlagen und steht mit vier Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Zum Saisonauftakt gab es ein respektables 0:0 gegen Türkgücü München, das sich vor der Saison hochkarätiog verstärkt hatte und Aufstiegsambitionen hat. Am Montag folgte dann ein 1:0-Erfolg beim Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers. Lukas Petkov erzielte in der 72. Minute das Tor des Tages.

"Verwundert bin ich nicht", sagte Capretti bei "Magenta Sport" über den gelungenen Saisonstart. "Wir arbeiten extrem viel im inhaltlichen Bereich. Jeder weiß, was zu tun ist." Torwart Niclas Thiede ging sogar noch einen Schritt weiter: "Wir haben eine super Truppe mit vielen jungen Spielern. Keiner rechnet mit uns", sagte er und schickte noch eine kleine Kampfansage an die Konkurrenz: "Ich weiß nicht, wie viele Trainer uns als Absteiger Nummer 1 kandidiert haben. Da wollen wir zeigen, dass es nicht so ist, und damit haben wir heute angefangen."

"Wollen attraktiven Fußball bieten"

Das Verler Saisonziel wollte Capretti derweil nicht an einer Tabellenplatzierung festmachen. "Wir wollen den Fans attraktiven, mutigen und offensiven Fußball bieten." Kapitän Mael Corboz zeigte sich selbstbewusst: "Ich glaube an unser Potenzial und daran, dass wir diese Saison echt etwas erreichen können."

Nun haben die Verler erst einmal eine Pause. Im DFB-Pokal sind die Ostwestfalen nicht vertreten. Am 14. August reist der SC Verl dann zu Viktoria Köln.

Stand: 03.08.2021, 17:07