3. Liga: Viktoria Köln baut Vereinsrekord gegen Verl aus

Sascha Korb (SC Verl, l.) im Laufduell mit dem Kölner Timmy Thiele

3. Liga: Viktoria Köln baut Vereinsrekord gegen Verl aus

Viktoria Köln ist am Freitagabend zum neunten Mal in Folge ohne Niederlage geblieben und hat den Vereinsrekord ausgebaut. Die Domstädter mussten sich in der 3. Liga gegen den SC Verl allerdings mit einem 2:2 (1:0)-Remis begnügen.

Nach acht Minuten ruhigen Abtastens ohne Torgefahr bescherte eine gelungene Freistoßvariante den Gastgebern die frühe Führung.

Michael Schultz erzielt Kölner Führung

Mike Wunderlich schlug den Ball nicht direkt vom linken Flügel in den Strafraum, sondern bediente Patrick Koronkiewicz in der Mitte. Der brachte die Kugel hoch in den Strafraum, wo Kai Klefisch links vom Tor in Position gelaufen war und völlig freistehend vors Tor köpfte, wo Michael Schultz aus kurzer Distanz einnickte

Den Gästen aus Verl, die immerhin die stärkste Offensive der Liga stellen, fiel im Vorwärtsgang vergleichsweise wenig ein. Kurz nach dem Gegentreffer gab Zlatko Janjić zumindest mal einen ersten Warnschuss ab, den Sebastian Mielitz locker parierte (11. Minute).

Diese Lockerheit einer unumstrittenen Nummer eins war vielleicht das, was Verls Schlussmann Till Brinkmann in der 16. Minute fehlte. Bei seinem erst zweiten Saisonspiel für den SC leistete er sich im Aufbauspiel einen katastrophalen Fehlpass zu Kevin Holzweiler, der Wunderlich in der Mitte bediente. Der Torjäger setzte seinen Schlenzer jedoch über das Tor.

Wunderlich hat zweimal das 2:0 auf dem Fuß

Die Gäste kamen ab der 20. Minute besser ins Spiel, ohne dabei den Nachweis zu erbringen, wie sie denn in den zuvor 33 Partien auf 61 Treffer gekommen sind. Timmy Thiele hatte noch eine Chance für die Kölner, doch setzte seinen Schlenzer wie zuvor Wunderlich über das Tor.

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Der Kapitän durfte in der 45. Minute zu einem weiteren Freistoß ansetzen und verpasste das 2:0 wieder nur um Haaresbreite. Aus 24 Metern brachte er den Ball über die Verler Mauer und fand auf der Linie in Brinkmann seinen Meister.

Nach dem Seitenwechsel warteten die Kölner zunächst in der eigenen Hälfte ab, was die Verler zu bieten haben. Das zeigten diese nach nicht mal sechs Minuten - ebenfalls mit einem Freistoß. Kasim Rabihic schlug den Ball direkt in den Strafraum, wo Yannick Langesberg am Fünfmeterraum völlig allein gelassen per Flugkopfball das 1:1 markierte.

Risse der Pechvogel einer turbulenten Schlussphase

Da die Gäste ihre Offensivqualitäten nun unter Beweis gestellt hatten, legten die Kölner wieder den Vorwärtsgang ein, was bereits in der 56. Minute belohnt wurde. Holzweiler setzte sich gegen mehrere Verler durch, bediente Wunderlich an der Strafraumgrenze, und der gewann mit dritten Anlauf das Duell mit Brinkmann.

Die Schlussphase hatte es in sich. Nach einer kurz ausgeführten Ecke tunnelte Rabihic an der Strafraumgrenze Marcel Risse und schlenzte den Ball zum erneuten Ausgleich in die lange Ecke (86.). Doch Risse hätte seinen Schnitzer nur drei Minuten später gutmachen können, als er alleine auf das Verler Tor zulief. Er scheiterte erst an Brinkmann, bekam den Ball erneut vor die Füße und brachte diesen auch nicht an Lasse Jürgensen vorbei. Es blieb beim 2:2.

Stand: 23.04.2021, 21:40