Viktoria Köln - kein ganz normaler Drittligist

Franz Wunderlich (l.) und Mike Wunderlich

Viktoria Köln - kein ganz normaler Drittligist

Von Olaf Jansen

  • Nach langem Anlauf hat Viktoria Köln den Sprung in die Dritte Liga geschafft
  • Mit der Abstiegszone möchte man nichts zu tun haben
  • Mäzen Franz-Josef Wernze finanziert den Klub

Die Feierlichkeiten dehnten sich nach dem spontanen Fest in Köln bis auf Mallorca aus, Spieler und Angehörige des FC Viktoria Köln genossen ihren Aufstieg eine ganze Woche lang. Endlich - Dritte Liga! Seit dem Aufstieg aus der NRW-Liga im Jahr 2012 stand die Viktoria in der Regionalliga West fast immer kurz vor den Sprung in den Profibereich (6., 4., 3., 3., 1., 2.), doch scheiterte immer knapp.

In diesem Jahr hat's endlich geklappt. Geschäftsführer Franz Wunderlich konnte und wollte die Tränen des Glücks also nicht zurückhalten: "Das ist einfach unbeschreiblich. Der Druck war riesengroß. Es waren pure Emotionen, die sich da gelöst haben", erklärte er.

Neuer Trainer, neue Spieler

Nach der Explosion der Glücksgefühle ging es bei der Viktoria aber darum, schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Denn die neue Liga macht viel Arbeit: Mit dem erfahrenen Pavel Dotchev wurde rasch ein neuer Trainer verpflichtet, neben den Lizenzierungsauflagen muss der zukünftige Kader zusammengestellt werden.

Mit Dominik Lanius wurde von Preußen Münster ein einstiges Eigengewächs zurückgeholt, vom abgestiegenen Lokalrivalen Fortuna Köln konnten die Defensivspieler Moritz Fritz und Bernard Kyere auf die andere Rheinseite gelotst werden. Außerdem steht der Wechsel von Abwehr-Allrounder Fabian Holthaus (Energie Cottbus) fest. "Weitere Zugänge werden zeitnah folgen", kündigt Wunderlich an.

Finanzstark auch in der Dritten Liga

Die neuen Spieler sollen den Kader, auf den die Konkurrenz ohnehin schon neidisch schaute, noch einmal stärker machen. Denn auch in der Dritten Liga will der vom finanzstarken Mäzen Franz-Josef Wernze finanzierte Klub keine untergeordnete Rolle spielen. Die Etathöhe des Vereins wird nicht öffentlich gemacht, aber man darf davon ausgehen, dass er im oberen Drittel der Drittligavereine liegen wird.

Denn eigentlich blickt die Viktoria mittelfristig sogar auf die 2. Bundesliga. "Erst einmal müssen wir aber demütig bleiben und schauen, dass wir in der Dritten Liga schnell in ruhiges Fahrwasser kommen", sagt Wunderlich.

Stand: 07.06.2019, 10:26