Schiedsrichter Nicolas Winter (M.) im Drittliga-Spiel Duisburg gegen Osnabrück

Spielabbruch in Duisburg: Polizei sieht keinen Rassismus-Vorfall

Stand: 20.01.2022, 12:00 Uhr

Die Ermittlungen der Polizei nach dem Spielabbruch der Partie zwischen dem MSV Duisburg und VfL Osnabrück sind abgeschlossen. Das bestätigte die zuständige Behörde am Donnerstag auf WDR-Anfrage.

Die Ergebnisse konnten laut Polizei den Vorwurf nicht belegen, dass es beim Heimspiel des Fußball-Drittligisten am 19. Dezember eine rassistische Äußerung des beschuldigten Zuschauers gegenüber dem dunkelhäutigen Osnabrück-Spieler Aaron Opoku gegeben habe.

Die Ermittlungsbehörden haben nach eigenen Angaben die Akte inzwischen der Staatsanwaltschaft übergeben. Die Staatsanwaltschaft wird jetzt über das weitere Vorgehen entscheiden. Der MSV bestätigte die Meldung und zeigte sich in einer Mitteilung "sehr erleichtert darüber, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt und nach den heute veröffentlichten Ermittlungsergebnissen der Polizei, die dem MSV leider noch nicht vorliegen, der Rassismusverdacht nicht erhärtet hat."

Polizei Duisburg: Keine rassistische Beleidigung im Fall Opoku

Sportschau 20.01.2022 02:10 Min. Verfügbar bis 20.01.2023 ARD


Spiel wird im Februar wiederholt

Das erste Spiel der Rückrunde war kurz vor Weihnachten aufgrund des damals vermuteten rassistischen Vorfalls in der 33. Minute durch Schiedsrichter Nicolas Winter beim Stand von 0:0 unterbrochen worden. Der VfL Osnabrück sah sich danach nicht im Stande, die Partie fortzusetzen. Es war das erste Mal, dass im deutschen Profi-Fußball eine Partie wegen einer vermeintlichen rassistischen Äußerung abgebrochen wurde.

Der DFB hat mittlerweile entschieden, die Begegnung am 2. Februar um 19 Uhr in der Duisburger Arena zu wiederholen.