SC Verl - Topspiel vor Augen, nächste Saison im Blick

Verls Aygün Yildirim (l.) gegen Zwickaus Can Coskun (r.)

Dritte Liga

SC Verl - Topspiel vor Augen, nächste Saison im Blick

Mit der Partie gegen Tabellenführer Dynamo Dresden steht Fußball-Drittligist SC Verl vor dem nächsten Top-Ereignis. Daneben plant der Aufsteiger nach starker Saison schon die nächste Spielzeit. Denn nach oben geht nichts mehr, in den Abstiegskampf wird der SC Verl auch nicht mehr geraten. Die Drittliga-Saison 2020/21 neigt sich für den Aufsteiger zu einem vergleichsweise entspannten Ende.

Was nicht heißen soll, dass man sich in Verl schon auf die faule Haut legt: In der Partie am Dienstag (19 Uhr) gegen Tabellenführer Dynamo Dresden steht sportlich mal wieder ein echtes Highlight auf dem Programm. Mit einem Sieg könnte der Klub aus Ostwestfalen noch einmal für ein echtes Ausrufezeichen sorgen.

Von denen es in der laufenden Saison tatsächlich so einige gab. Das Team von Trainer Guerino Capretti begeisterte mit mutigem Offensivfußball und hatte zwischenzeitlich mit seinem Team der Namenlosen sogar engen Kontakt zu den Aufstiegsrängen.

Trainer Capretti ist begehrt

Ein Mann lächelt freundlich

Trainer Guerino Capretti vom SC Verl

Der 39-Jährige verpasste seiner Mannschaft eine echte Handschrift und gilt nun selbst in der Branche als heißer Kandidat für höhere Aufgaben. Nachbar SC Paderborn soll schon seine Fühler ausgestreckt haben - Capretti gilt als Alternative zum dort scheidenden Steffen Baumgart.

Die Planung der kommenden Spielzeit ist daneben das größte Thema derzeit an der Poststraße. Im dort gelegenen Stadion, das auch in der nächste Spielzeit nicht die Erfordernisse des DFB erfüllt und somit als Heimspielstätte wieder ausfällt, hätte man nächste Saison liebend gern mal wieder vor den eigenen Fans gespielt.

Der Blick in ein leeres Stadion

"Heimspiele" muss Verl in Lotte austragen

Das wird nun ebensowenig gehen wie im nahen Gütersloh, das man als erste Ausweichspielstätte beim DFB gemeldet hatte. Auch das Gütersloher Ohlendorfstadion wurde als nicht tauglich abgelehnt. Nun wird der SCV-Tross bei Heimspielen zum eine Autostunde entfernten Lotte pendeln müssen - ideal ist anders.

In den Kader kommt wieder Bewegung

Dafür bastelt das Management um Klubpräsident Raimund Bertels bereits kräftig am Kader für die nächste Saison. Torjäger Aygün Yildirim hat mit seinen bislang 14 Treffern die Aufmerksamkeit der Konkurrenz auf sich gezogen und Mittelfeldspieler Mehmet Kurt hat bereits beim Ligakonkurrenten Wiesbaden unterschrieben.

Philipp Sander ist nur von Holstein Kiel ausgeliehen und wird aller Voraussicht nach in den Norden zurückkehren. Dafür stehen schon drei Neue fest: Nico Ochojski (Fortuna Köln), Ron Berlinski (RSV Meinerzhagen) und Vinko Sapina (SSV Ulm). Zudem soll der Transfer von Lübecks Cyrill Akono kurz bevorstehen.

DFB-Pokal im Visier

Um diese Dinge finanzieren zu können, wären auch Einnahmen aus dem DFB-Pokal höchst willkommen. Und auch hier hat der SCV am vergangenen Wochenende eine wichtigen Schritt getan, als Regionalligist SC Wiedenbrück mit 3:1 bezwungen wurde.

Im Finale wartet nun Preußen Münster. Der Sieger rückt auf in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde.

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oja | Stand: 03.05.2021, 11:30