Präsident von Preußen Münster boykottiert Spiele

Münsters Präsident Christoph Strässer

Präsident von Preußen Münster boykottiert Spiele

  • Christoph Strässer will die Saisonspiele nicht besuchen
  • Grund: Kritik am Re-Start der 3. Liga
  • Auch andere Verantwortliche wollen Zeichen setzen

Der Präsident des Fußball-Drittligisten Preußen Münster will die Saisonspiele seines Vereins boykottieren. Das kündigte Christoph Strässer am Freitag (29.05.2020) in einem Interview auf der Webseite des Vereins an. Strässer hält den Neustart der 3. Liga für falsch.

Ein Grund: Gesundheitsschutz

Der Neustart sei "aus Gründen des Gesundheitsschutzes, der unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Kosten und der Wettbewerbsverzerrung" falsch, so Strässer. "Der DFB hat mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln eine Entscheidung herbeigeführt - dem fügen wir uns, weil wir keine andere Wahl haben, nicht weil wir davon überzeugt sind."

Preußen Münster steht derzeit auf einem Abstiegsplatz. Das sei allerdings nicht der Grund für die Kritik, so der Verein. Grundsätzlich sei es richtig, "die Entscheidungen nicht am grünen Tisch, sondern auf dem grünen Rasen zu suchen", erklärt Strässer. Das Problem seien ungleiche Startbedingungen für die einzelnen Vereine.

Auch Aufsichtsrat und Beirat dabei

Neben Strässer boykottieren auch Mitglieder des Aufsichtsrates und des Beirats zumindest die ersten 19:06 Minuten des Spiels, angelehnt an das Gründungsdatum des Vereins. Präsident Strässer will während des gesamten Spiels nicht im Stadion sein.

Dritte Liga: Preußen Münster nun in Quarantäne Lokalzeit Münsterland 26.05.2020 01:34 Min. Verfügbar bis 26.05.2021 WDR Von Matthias Schmidt

tik/dpa/sid | Stand: 29.05.2020, 15:26