MSV-Kapitän Stoppelkamp fällt auf unbestimmte Zeit aus

Moritz Stoppelkamp, Kapitän des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg.

MSV-Kapitän Stoppelkamp fällt auf unbestimmte Zeit aus

Hiobsbotschaft für den MSV Duisburg: Der Fußball-Drittligist muss wegen einer Viruserkrankung auf unbestimmte Zeit auf seinen Kapitän Moritz Stoppelkamp verzichten.

Der 33-Jährige ist am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt. Der erste Schnelltest hatte sich als falsch negativ herausgestellt - also ein negatives Ergebnis angezeigt, obwohl Stoppelkamp an dem Virus erkrankt war. Dies teilte der Verein am Mittwoch mit. Wie lange Stoppelkamp den Duisburgern nun fehlen wird, ist nicht bekannt.

Krankheitsverlauf sehr unterschiedlich

Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich ausfallen - laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zwischen harmlos und folgenschwer. In der Regel ist der Krankheitsverlauf harmlos. Bei einigen Erkrankten zeigen sich jedoch lebensbedrohliche Komplikationen. In den 1990ern war Ex-Profi Olaf Bodden am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und musste im weiteren Verlauf seine Karriere beenden.

Daher wollte sich Duisburgs Pressesprecher Martin Haltermann zu der Erkrankung Stoppelkamps nicht weiter äußern. "Wir wollen weder die Pferde scheu machen noch falsche Hoffnungen schüren", sagte Haltermann dem WDR. Stoppelkamp hatte vor zwei Wochen die Vorbereitung abgebrochen, weil er sich schlapp fühlte. Er kam zwischenzeitlich ins Krankenhaus. Wenige Tage vor dem Pokalspiel gegen Borussia Dortmund erhielt Stoppelkamp dann von den Ärzten ein Sportverbot.

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Kapitän Dreh- und Angelpunkt beim MSV

Der Ausfall des gebürtigen Duisburgers trifft den MSV auch sportlich hart. In der letzten Saison war Stoppelkamp mit 15 Toren und zehn Vorlagen bester Duisburger Scorer sowie Dreh- und Angelpunkt der Duisburger Offensive. Doch der Routinier ist auch Führungsspieler und die ordnende Hand im MSV-Spiel.

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Dass der 33-Jährige schmerzlich vermisst wird, konnte man beim Auftaktspiel bei Hansa Rostock am vergangenen Wochenende beobachten. In der ersten Hälfte ging der MSV in Führung und hatte die Partie im Griff, nach der Pause verlor Duisburg den Zugriff auf das Spiel und unterlag am Ende 1:3.

Geld ist knapp

Ob der MSV noch einmal auf dem bis zum 5. Oktober geöffneten Transfermarkt aktiv wird, um den Ausfall des Leaders zu kompensieren, ist offen: Die finanzielle Situation bei den Zebras ist angespannt. "Die Achillesferse, die wir haben, ist die Liquidität", hatte MSV-Präsident Ingo Wald noch Anfang September gesagt.

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Stand: 23.09.2020, 16:07