MSV-Trainer Torsten Ziegner

3. Liga: MSV-Trainer Ziegner trifft mit Duisburg auf alte Bekannte

Stand: 30.09.2022, 13:32 Uhr

In der 3. Fußball-Liga braucht der MSV Duisburg nach vier sieglosen Partien mal wieder einen Erfolg. Vielleicht kommt das Duell mit Trainer Ziegners Ex-Klub, dem kriselnden Halleschen FC, gerade gelegen.

Von Julian Tilders

Torsten Ziegner pflegt seine Kontakte. Nicht nur die aktuellen, sondern auch die alten. Zum Halleschen FC hat der 44-jährige Trainer des MSV Duisburg auch nach seiner Zeit dort (Juli 2018 bis Februar 2020) einen Draht. Das betonte Ziegner, der "noch ausreichend Bekannte" in Halle habe, im Vorfeld der Partie am Samstag (01.10.2022, 14 Uhr).

Auch Heskamp mit "positiven Erinnerungen" an Halle

So tat es auch Sport-Geschäftsführer Ralf Heskamp, der als Sportdirektor einst Ziegner sowie auch einige Leistungsträger der aktuellen HFC-Mannschaft nach Halle lotste: "Ich habe dort Freundschaften geschlossen und viele positive Erinnerungen an die Zeit."

Als allzu großen Vorteil wollte Ziegner aber seine Kenntnis der Hallenser Arbeitsweise nicht anerkennen: "Es hat sich seitdem dort einiges verändert." Der HFC tauschte vor der Saison quasi den gesamten Kader aus.

Ziegner unterscheidet zwischen Einstellung und Leistung

Dass der MSV Duisburg (Platz zwölf, elf Punkte) das Erfolgserlebnis gegen den noch viel tiefer in der Krise steckenden Ex-Arbeitgeber von Ziegner und Heskamp (Rang 16, acht Punkte) nun dringend braucht, ist beiden klar. Auch das Zweitrunden-Aus unter der Woche im Niederrheinpokal gegen Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen trübte die Stimmung. Ziegner bemängelte die Vorstellung selbst als zeitweise "ängstlich".

"So eine Durststrecke spielt sicherlich auch im Kopf bei den Spielern eine Rolle", erklärte Ziegner nun, der für das Duell mit Halle ein "Kampfspiel" erwartet. Bei der Bewertung der Resultate der letzten Partien unterschied er allerdings zwischen Einstellung und Leistung: "Was man der Mannschaft nie vorwerfen konnte, ist, dass die Einstellung nicht gestimmt hätte. Die Jungs geben immer alles."

Dabei habe der Coach in der Trainingswoche vor dem Halle-Spiel "mehr Einzel- und Gruppengespräche geführt", als es etwa für eine Phase mit vielen Siegen der Fall wäre. Er habe der Mannschaft sein großes Vertrauen ausgesprochen und ihr mitgegeben: "Wenn wir mit unserer Einstellung nicht nachlassen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir den Bock wieder umstoßen."

Personalsituation beim MSV Duisburg ernst

Die Duisburger Personalsituation ist nach wie vor angespannt. Abgesehen vom gesperrten Marvin Senger fehlen dem MSV in Alaa Bakir und Benjamin Girth zwei Offensivkräfte. Außerdem fallen Leroy Kwadwo, Rolf Feltscher und Caspar Jander aus.

Drei der Genannten befinden sich aber immerhin schon im Aufbautraining. Feltscher solle "zeitnah" auch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, bei Jander müsse Ziegner hingegen "von Woche zu Woche" schauen.

Vincent Gembalies' Kniereizung bestehe auch noch. Kapitän Moritz Stoppelkamp und Innenverteidiger Sebastian Mai sind immerhin wieder ins Teamtraining integriert, bei Stoppelkamp hofft Ziegner noch auf Spielbereitschaft gegen Halle.