Fortuna Köln nach Abstieg vor ungewisser Zukunft

Fortuna Kölns Trainer Oliver Zapel unter Tränen nach dem Abstieg aus der 3. Liga.

Fortuna Köln nach Abstieg vor ungewisser Zukunft

  • Fortuna Köln steigt in die Regionalliga West ab
  • Trainer Zapel: "Ich bin durch"
  • Spielbetriebs-GmbH wird wohl abgewickelt

Fortuna Köln steht nach dem sicheren Abstieg aus der 3. Fußball-Liga vor einer ungewissen Zukunft. "An so einem Tag würde man sich am liebsten vergraben. Ich bin durch", sagte Trainer Oliver Zapel am Samstag (11.05.2019) unter Tränen nach der entscheidenden 2:3-Niederlage beim TSV 1860 München am vorletzten Spieltag.

Fortuna Köln - Vierter in der ewigen Tabelle der 2. Liga und Erstligist in der Saison 1973/74 - steht damit vor einer schwierigen Saison in der Regionalliga West. "Das trifft uns bis ins Mark", erklärte Zapel mit einem dicken Klos im Hals: "Die Intensität der letzten drei Wochen mit all den Vorkommnissen war so immens, dass es einen wirklich nicht schlimmer hätte treffen können."

Schwetje wird Klub wohl verlassen

Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" wird Investor Michael W. Schwetje den Klub verlassen. Schwetje hatte die Spielbetriebs-GmbH geführt, in der alle Spieler und Mitarbeiter angestellt waren. Diese wird demnach abgewickelt. Für einen professionellen Spielbetrieb muss der Südstadt-Klub die nötige Finanzierung aufbringen. In der Drittliga-Saison stellten die Kölner eine breite Sponsoren-Basis zusammen, auf die sie nun bauen müssen.

Zu allem Überfluss hat der finanzstarke Stadtrivale Viktoria Köln am kommenden Spieltag die Chance, in die 3. Liga aufzusteigen und der Fortuna damit den Rang als Nummer zwei in der Stadt hinter dem 1. FC Köln abzulaufen. "Es wird sehr lange dauern, bis wir das überhaupt realisiert haben was passiert ist", gab Zapel zu, dessen bisher dreiwöchige Rettungs-Mission scheiterte.

Fortuna Köln steigt ab - das entscheidende Tor Sport im Westen 11.05.2019 00:48 Min. Verfügbar bis 11.05.2020 WDR

Stand: 12.05.2019, 13:10