Trainereffekt bei Münster bleibt in Meppen aus

3. Liga - Preußen Münster verliert auch in Meppen Sportschau 09.12.2019 03:34 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 Das Erste

Trainereffekt bei Münster bleibt in Meppen aus

Von Julian Tilders

  • Preußen Münster unterliegt SV Meppen mit 1:3 (0:1)
  • SCP wartet weiterhin seit August auf einen Sieg in Liga drei
  • Interimscoach Barez stellt früh um und opfert Litka

Im ersten Spiel nach der Entlassung von Sven Hübscher hat Preußen Münster unter Interimscoach Arne Barez die Negativserie fortgesetzt. Gegen den SV Meppen gab es im Montagsspiel (09.12.2019) eine letztendlich verdiente 1:3 (0:1) Niederlage. Damit wartet Münster weiterhin seit August auf einen Sieg in der 3. Liga und verbleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Preußen mit Startschwierigkeiten und früher Umstellung

Münsters Ole Kittner (l.) grätscht Meppen-Stürmer Deniz Undav ab

Münsters Ole Kittner (l.) grätscht Meppen-Stürmer Deniz Undav ab.

Interimscoach Arne Barez wählte eine offensive Ausrichtung und positionierte Heinz Mörschel und Kevin Rodrigues Pires auf der Doppelsechs. Doch Meppen erwischte den besseren Start in die Partie und griff Münster immer wieder über die rechte Seite an. In Spielminute sieben musste SCP-Torhüter Max Schulze Niehues das erste Mal mit einer Parade gegen Deniz Undav glänzen.

Wenig später machte es Undav, den Münster in der gesamten ersten Hälfte nicht in den Griff bekam, dann besser. Erst setzte sich SVM-Akteur Valdet Rama gegen Münster-Verteidiger Ole Kittner durch, anschließend verwertete Undav das Zuspiel seines Kollegen und traf sehenswert ins lange Eck (14.). Den Preußen fehlte die Bindung zum Spiel, Meppen hielt den Druck aufrecht.

Die linke Abwehrseite der Preußen hatte alle Hände voll zu tun, die Meppener Vorstöße über Marius Kleinsorge zu verteidigen. Rama vergab freistehend eine Großchance (31.) und hielt Münster in der Partie. In der 35. Spielminute reagierte Barez auf den mangelden Zugriff in der Defensive und nahm Stürmer Maurice Litka vom Feld. Für ihn kam Nico Brandenburger.

Dadashov hält Hoffnung (vorerst) aufrecht

Kurz nach dem Wiederbeginn verpasste es Rama aus aussichtsreicher Position, die Anzeigetafel auf 2:0 für die Gastgeber zu stellen. (46.). Münsters Pires scheiterte in der Folge mit einem Schuss aus etwa 20 Metern an Meppen-Torwart Erik Domaschke. Es blieb dabei: Der SCP fand in der Offensive kein Durchkommen.

Torhüter Schulze Niehues parierte Undavs Außenrist-Direktabnahme stark (64.) und sorgte dafür, dass sein Team im Spiel blieb. Allerdings besorgte wenig später Luka Tankulic das 2:0 (67.) für die Hausherren. Münster bejubelte durch den in der 57. Spielminute eingewechselten Rufat Dadashov nach einer Standardsituation noch den 1:2-Anschlusstreffer (75.). Doch das Aufbäumen kam zu spät - Undav steckte auf René Guder durch, der zum 3:1 (84.) für Meppen traf. Münsters Niklas Heidemann sah passend zum gebrauchten Münsteraner Tag noch Rot aufgrund einer Notbremse (89.).

Am nächsten Spieltag (Freitag, 13.12.2019, 19 Uhr) empfängt Preußen Münster zu Hause den 1. FC Magdeburg zum Duell.

Statistik

Fußball · 3. Liga · 18. Spieltag 2019/2020

Montag, 09.12.2019 | 19.00 Uhr

Wappen SV Meppen

SV Meppen

Domaschke – Ballmert, Puttkammer, Komenda, Amin – Egerer, Leugers (60. Guder) – Kleinsorge (60. Evseev), Tankulic, Rama (75. Düker) – Undav

3
Wappen SC Preußen Münster

SC Preußen Münster

Schulze Niehues – Schauerte, Kittner, Erdogan, Heidemann – Litka (35. Brandenburger), Rodrigues Pires – S. Özcan, Mörschel, P. Hoffmann (75. Cueto) – Schnellbacher (57. Dadashov)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Undav (15.)
  • 2:0 Tankulic (67.)
  • 2:1 Dadashov (75.)
  • 3:1 Guder (84.)

Strafen:

  • gelbe Karte Egerer (3 )
  • rote Karte Heidemann (90./Notbremse)
  • gelbe Karte Leugers (3 )
  • gelbe Karte Rodrigues Pires (4 )

Zuschauer:

  • 8.815

Schiedsrichter:

  • Patrick Hanslbauer (Stein)

Stand der Statistik: Montag, 09.12.2019, 23:43 Uhr

Stand: 09.12.2019, 20:50