Borussia Dortmund schöpft neuen Mut

Borussia Dortmund schöpft neuen Mut

Im letzten Champions-League-Gruppenspiel bei Real Madrid schlug sich Borussia Dortmund insgesamt achtbar. Das soll helfen, gegen Werder Bremen in der Bundesliga die Trendwende einzuleiten.

Dortmunds Julian Weigl (l) und Pierre-Emerick Aubameyang applaudieren nach dem Spiel vor der Fankurve

Dortmunds Julian Weigl (l) und Pierre-Emerick Aubameyang

Der Ärger über die neuerliche Niederlage hielt sich diesmal Grenzen. Trotz kläglicher Ausbeute in der Gruppenphase der Champions League werteten die Dortmunder Profis das achtbare 2:3 (1:2) bei Real Madrid am Dienstagabend (06.12.2017) als ermutigendes Signal.

Nicht nur die überaus glückliche Europa-League-Qualifikation, sondern auch die bemerkenswerte Reaktion auf den frühen 0:2-Rückstand besserte die Laune aller Beteiligten.

Regisseur Nuri Sahin sprach deshalb auch schon mit Blick auf den Bundesliga-Endspurt bis zur Winterpause Klartext: "Wir überwintern in Europa mit nur zwei Punkten. Das ist ein Geschenk. Aber mehr Geschenke wird es in diesem Jahr nicht mehr geben." Ähnlich wie Sahin wirkte auch Peter Bosz mehr erleichtert als verärgert.

Nützliche Aussprache

Der passable Auftritt seines Teams in Madrid verlängerte die Schonfrist für den in die Kritik geratenen Trainer. "Das müsste eigentlich gut für das Selbstvertrauen sein", sagte Bosz: "Die Spieler haben nach dem 0:2 teilweise guten Fußball gezeigt."

Ähnlich sah es Sahin: "Wenn man im Bernabéu nach zwölf Minuten 0:2 hinten lieg, kann es sehr bitter enden. Es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass wir dann zurückgekommen sind."

Es scheint, als habe die Aussprache der Mannschaft wenige Tage nach dem denkwürdigen 4:4 im Revierderby, in dem der BVB eine 4:0-Führung noch verspielte, die gewünschten Effekte erzielt. Davon ist Sahin fest überzeugt: "Ich weiß nicht, ob wir ohne diese Sitzung heute noch das 2:2 gemacht hätten. Diese Sitzung haben sich alle zu Herzen genommen."

Trendwende soll folgen

Am Samstag im Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen wird sich weisen, wie weit die guten Vorsätze tragen. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Pflichtspielen soll die Trendwende eingeleitet werden.

"Gegen Bremen zählen nur die drei Punkte - nichts anderes", sagte Kapitän Marcel Schmelzer. Mit einem Erfolg will die in der Bundesliga auf Rang sechs abgerutschte Borussia zurück auf Champions-League-Kurs.

Der Gegner für das Sechzehntelfinale am 15. und 22. Februar in der Europa League wird am Montag in Nyon ausgelost.

Red./dpa | Stand: 07.12.2017, 10:05