Paderborn nimmt die Hürde Wiedenbrück

Saban Kaptan (l) vom SC Wiedenbrück im Kampf um den Ball mit Maximilian Thalhammer (SC Paderborn).

Paderborn nimmt die Hürde Wiedenbrück

Von Thorsten Rosenberg

Der SC Paderborn ist problemlos in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Zweitligist setzte sich am Sonntag deutlich beim Regionalligisten SC Wiedenbrück durch.

Nach 90 Minuten stand ein 5:0 (3:0)-Auswärtserfolg der Paderborner zu Buche. Nach einem klaren Sieg hatte es in dem Ostwestfalen-Duell, das im Gütersloher Heidewaldstadion ausgetragen wurde, nur in den Anfangsminuten nicht ausgesehen. Wiedenbrücks Coach Daniel Brinkmann hatte sein Team gut eingestellt.

Seine Spieler gingen von Anbeginn hochengagiert, aggressiv und bissig zu Werke. Die Paderborner hatten zunächst wenig Raum, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen.

So dauerte es bis zur 20. Spielminute bis zur ersten echten Chance des Spiels, die der SCP für sich verbuchte. Nach einer Pröger-Flanke von rechts an den langen Pfosten scheiterte Sven Michel nur knapp: Sein Kopfball landete am Innenpfosten.

Michel trifft im zweiten Versuch

Besser machte es der Stürmer vier Minuten später: Auf der linken Seite war Michel nach einem Einwurf plötzlich allein auf weiter Flur. Scheiterte er im ersten Versuch noch an Keeper Marcel Hölscher, konnte er den Abpraller dann zur Gästeführung verwerten.

DFB-Pokal: Wiedenbrück gegen Paderborn - die Zusammenfassung Sportschau 13.09.2020 06:29 Min. Verfügbar bis 13.09.2021 Das Erste

Nach dem Treffer übernahm die Elf von Trainer Steffen Baumgart das Kommando über die Partie. Das Tor hatte Wirkung bei den Gastgebern gezeigt, zudem musste SCW-Coach Brinkmann kurz darauf den angeschlagenen Verteidiger Robin Twyrdy durch Durim Berisha ersetzen. Die Hausherren waren nun nicht mehr ganz so konsequent in ihren Aktionen, so dass der SCP sein Spiel aufziehen konnte.

Zwei tolle Kombinationen - Srebeny vollstreckt

Das zeigte sich besonders in der 33. Minute, als Dennis Srbeny nach einer sehenswerten Kombination auf engem Raum über Maximilian Thalhammer und Christopher Antwi-Adjej zum zweiten Paderborner Treffer einnetzte.

Kurz darauf hätte Kai Pröger das dritte Tor erzielen können, doch nach Vorarbeit von Antwi-Adjej scheiterte er an SCW-Keeper Hölscher, der sehr gut parierte. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel das 0:3 dann doch. Dieses Mal bereiteten Pröger und er quirlige Antwi-Adjej vor, erneut traf Srebeny.

Wiedenbrück mit Schwung aus der Kabine

Mit viel Schwung kamen die Wiederbrücker aus der Kabine. Gleich zweimal musste Paderborns Keeper Leopold Zingerle seine Klasse beweisen, als er zunächst einen Schuss von Lucas Klantzos parierte (47.) und kurz darauf auch gegen Niklas Szeleschus hielt.

Erneut Antwi-Adjej, erneut Srebeny

Doch nach 58 Minuten war die Partie endgültig entschieden. Erneut war es der starke Antwi-Adjej, der mit einem Solo den Angriff zum 0:4 einleitete. Über Pröger landete der Ball erneut bei Srebeny, der seinen dritten Treffer in der Partie markierte.

Es blieb ein munteres Spiel. Die Hausherren versteckten sich nicht und erspielten sich auch ein, zwei Chancen. Paderborn spulte sein Programm zwar souverän herunter, blieb dabei aber weiterhin sehr aufmerksam und erspielte sich seinerseits weitere Torgelegenheiten. Eine davon nutzte der eingewechselte Chris Führich, der auf Vorlage des ebenfalls kurz zuvor ins Spiel gekommenen Antony Evans zum 0:5 einnetzte. Dabei blieb es.

Paderborn nun in Kiel, Wiedenbrück gegen Schalkes U23

Für den SC Paderborn steht nun in einer Woche der Saisonauftakt in der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel an (Sonntag, 13.30 Uhr). Für den SC Wiedenbrück geht es bereits am Mittwoch mit dem 3. Spieltag der Regionalliga West und dem Heimspiel gegen die U23 des FC Schalke 04 weiter (19.30 Uhr).

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2020/2021

Sonntag, 13.09.2020 | 15.30 Uhr

Wappen SC Wiedenbrück 2000

SC Wiedenbrück 2000

Hölscher – Tia, Twyrdy (27. Berisha), Zech, Latkowski (67. Geller) – Demming, Pudel – Szeleschus, Kaptan (74. Lohmar), Beckhoff (74. Hüsing) – V. Maier (46. Klantzos)

0
Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Zingerle – Ananou, Schonlau, Correia, Okoroji – Vasiliadis (36. Schallenberg), Thalhammer, Pröger (72. Steinwender), Antwi-Adjej – Srbeny (81. Evans), S. Michel (73. Führich)

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 S. Michel (24.)
  • 0:2 Srbeny (32.)
  • 0:3 Srbeny (45.+2)
  • 0:4 Srbeny (58.)
  • 0:5 Führich (83.)

Strafen:

  • gelbe Karte V. Maier (1 )
  • gelbe Karte Szeleschus (1 )

Zuschauer:

  • 120

Schiedsrichter:

  • Frank Willenborg (Osnabrück)

Stand der Statistik: Sonntag, 13.09.2020, 17:21 Uhr

Stand: 13.09.2020, 15:28