SCP im DFB-Pokal: Rückkehr an einen besonderen Ort

SCP-Trainer Lukas Kwasniok gestikuliert an der Seitenlinie.

SCP im DFB-Pokal: Rückkehr an einen besonderen Ort

In Dresden feierte der SC Paderborn 2019 einen seiner größten Vereinserfolge, trotz einer Niederlage. Am Freitag kehrt der SCP im DFB-Pokal erstmals nach Dresden zurück, darf diesmal aber nicht verlieren.

An den 19. Mai 2019 werden sich Spieler, Verantwortliche und Fans des SC Paderborn noch gerne erinnern. Die Paderborner waren an diesem letzten Zweitliga-Spieltag der Saison 2018/9 bei Dynamo Dresden zu Gast - und verloren mit 1:3. Dennoch jubelten die Ostwestfalen am Ende ausgelassen. Denn weil im Parallelspiel Union Berlin beim VfL Bochum nur 2:2 spielte, stiegen die Paderborner als Tabellenzweiter hinter dem 1. FC Köln in die Bundesliga auf.

"Ich habe noch nie mit so einem komischen Gefühl Fußball gespielt", erinnert sich Rechtsaußen Kai Pröger mehr als zwei Jahre später in der "Neuen Westfälischen". "Ich bin tausend Tode gestorben und habe noch nie so gezittert. Aber umso schöner war dann die Feier."

16.000 Zuschauer in Dresden

Am Freitag kehren Pröger und die Paderborner nun zum ersten Mal seit dem Aufstieg nach Dresden zurück. Doch diesmal wird eine Niederlage keinen grenzenlosen Jubel zur Folge haben sondern wäre gleichbedeutend mit dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals. 16.000 Zuschauer werden in Dresden im Stadion sein. "Ich finde es unfassbar geil, wenn es laut ist und Emotionen da sind. Das wird auch uns nach vorne pushen. Auf solche Momente haben wir schließlich lange genug gewartet", sagte Pröger. Und auch sein neuer Trainer Lukas Kwasniok sagte am Donnerstag: "Stimmungstechnisch können wir uns echt auf ein Pulverfass gefasst machen."

Auch sportlich wird auf die Paderborner einiges zukommen. Die Partie ist eines von drei Zweitliga-Duellen in der ersten Pokalrunde. Am ersten Zweitliga-Spieltag fertigte Dynamo Mitaufsteiger FC Ingolstadt mit 3:0 ab. Eine Woche später holten die Sachsen ein respektables 1:1 beim Hamburger SV. "Die Dresdner Mannschaft sprüht vor Selbstvertrauen. Sie hat eine hohe Intensität. Gegen Ingolstadt waren sie bravourös. Und wie sie gegen den HSV zurückgekommen sind, das ist schon gut", sagte Kwasniok über den Gegner.

DFB-Pokal: Besondere Paarungen der 1. Runde Sportschau 04.08.2021 03:50 Min. Verfügbar bis 04.08.2022 Das Erste

SCP-Offensive läuft noch nicht rund

Bei seinem Team läuft dagegen noch nicht alles rund. Zwar ist der SCP nach den Unentschieden gegen Heidenheim (0:0) und Nürnberg (2:2) ebenfalls noch ungeschlagen. Im Spiel nach vorne hat der SCP aber noch Verbesserungsbedarf. Gegen Nürnberg brachten die Paderborner nur drei Torschüsse zustande - von denen zwei drin waren. Ob der SCP so effektiv bleibt, ist aber fraglich. Alles in allem kreieren die Paderborner noch zu wenig Torchancen. In der zweiten Halbzeit gegen Nürnberg zeigte sich zudem auch die Defensive anfällig.

Personell kann Kwasniok in Dresden nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Rechtsverteidiger Frederc Ananou (Sprunggelenk) sind alle Spieler an Bord. Auch der lange ausgefallene Marcel Mehlem (Atemprobleme) und Neuzugang Robin Yalcin (Trainingsrückstand) fahren laut Kwasniok mit nach Dresden.

Die Startelf könnte es Veränderungen geben. "Unter der Woche haben sich ein bis zwei Spieler aufgedrängt", sagte Kwasniok. Einer davon ist Felix Platte, der Dennis Srbeny im Sturmzentrum ersetzen könnte. Unklar ist noch, ob Julian Justvan nach seiner starken Vorstellung nach Einwechslung gegen Nürnberg (Assist auf Michel) wieder in die Startelf rückt, oder ob der gegen den FCN blasse Maximilian Thalhammer noch eine Chance bekommt.

lt | Stand: 05.08.2021, 19:23