Bochumer Herbert Bockhorn (links) und Mainzer Moussa Niakhate (rechts) im Kampf um den Ball

DFB-Pokal, Achtelfinale

Bochum gegen Mainz - es geht um Geld und Ehrgeiz

Stand: 18.01.2022, 08:13 Uhr

Es ist vor allem aus finanzieller Sicht eine riesige Chance für den VfL Bochum: Im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 könnte der Einzug unter die letzten acht Teams im DFB-Pokal gelingen.

Stefan Bells Vorfreude auf das Duell mit dem VfL Bochum hält sich in Grenzen. "Gefühlt ist er noch einmal zehn Kilo schwerer geworden als damals", sagt der Innenverteidiger des 1. FSV Mainz 05 über seinen rund 92 Kilo schweren Bochumer Gegenspieler Sebastian Polter.

Die beiden, die von 2013 bis 2015 gemeinsam in Mainz unter Vertrag standen, haben sich kürzlich wiedergetroffen: Beim 1:0-Sieg der Mainzer am Samstag über den VfL Bochum. Und am Dienstag sehen sie sich schon wieder: Wenn Mainz zum "Rückkampf" in Bochum antritt. Dann allerdings im DFB-Pokal. Es geht um den Einzug ins Viertelfinale.

Es winkt eine Million Euro

Für Sebastian Polter und seinen VfL ist das natürlich eine eminent wichtige Partie - vor allem aus finanziellen Gründen. Rund eine Million Euro winkt allein an Prämie vom DFB, wenn das Team tatsächlich unter die letzten Acht des Wettbewerbs vordringt.

VfL-Manager Sebastian Schindzielorz spricht im Interview mit "Reviersport" die Dinge dann auch ganz offen an: "Nach elf Jahren in der 2. Bundesliga mussten wir den Gürtel enger schnallen, dazu hat Corona alle Klubs hart getroffen. Da ist es natürlich wichtig, Zusatzeinnahmen zu generieren, die wir nicht einkalkuliert haben." Er findet mit Blick auf das Dienstag-Spiel: "Es gibt zwei Ebenen, die wir betrachten müssen: Einmal der sportliche Ehrgeiz, aus dem heraus wir die nächste Runde erreichen wollen. Und dann geht es darum, dem Klub wirtschaftlich einiges zu erleichtern."

Im Angriff braucht es Verstärkung

Vor allem eine personelle Baustelle haben sie beim VfL schon lange erkannt - sie liegt im Angriff. Die Mannschaft macht zu wenig aus ihren durchaus vorhandenen Torchancen. Mit Jürgen Locadia wurde bereits ein neuer Stürmer verpflichtet, allerdings erhielt der 28-Jährige, der vom britischen Klub Brighton & Hove Albion gekommen ist, vorläufig nur einen Vertrag bis zum Sommer. Weitere Kandidaten hat man beim VfL im Auge - dafür bräuchte es allerdings etwas Geld - das man im DFB-Pokal generieren könnte.

Freuen kann sich Trainer Thomas Reis, dass Gerrit Holtmann am Dienstag wieder einsatzfähig ist. Der schnelle Außenstürmer fehlte zuletzt wegen einer Erkältung. Die ist abgeklungen. "Gerrit ist wieder im Kader. Zum Glück", sagt Reis.