Eiskalte Paderborner schocken Union Berlin

Union Berlin gegen Paderborn - die lange Zusammenfassung Sportschau 22.12.2020 10:27 Min. Verfügbar bis 22.12.2021 Das Erste

Eiskalte Paderborner schocken Union Berlin

Mit einem Sieg über Bundesligist Union Berlin hat Zweitligist SC Paderborn das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht.

Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart gewann am Dienstagabend mit 3:2 (3:1). Sven Michel (3./35.) und Dennis Srbeny (31.) trafen für die Ostwestfalen, für Union war Grischa Prömel erfolgreich. Zudem traf Paderborns Uwe Hünemeier ins eigene Tor.

"Es war ein sehr, sehr offenes Spiel. Am Ende hatten wir mehr als Glück", sagte Baumgart. "Dass wir zufrieden sind, ist normal. Wir haben bei einer sehr formstarken Mannschaft gespielt. Ich bin gerade aufgrund der ersten Halbzeit sehr stolz auf meine Jungs."

Zwei Treffer in den ersten sechs Minuten

Baumgart nahm nach dem 1:0-Erfolg beim VfL Osnabrück keine Änderungen an der Startelf vor. Und der SCP begann furios: Nach einer sehenswerten Kombination über Johannes Dörfler und Srbeny kam der Ball zu Michel (3.), der am langen Pfosten nur noch zur Führung einschieben musste. Aber die Paderborner Freude hielt nur kurz an, denn Union schlug umgehend zurück. Nach einer Flanke von Sheraldo Becker von der rechten Seite legte Taiwo Awoniyi auf Prömel (6.) ab, der aus kurzer Distanz das 1:1 erzielte.

In der temporeichen und ausgeglichenen Partie versuchten beide Mannschaften vor allem, über die Außenbahnen Chancen zu kreieren - zwingende Torchancen sprangen dabei aber zunächst nicht heraus. In der 27. Minute kam Union zu einer Doppelchance, bei der SCP-Keeper Leopold Zingerle erst einen Flachschuss von Robert Andrich parierte und Awoniyi anschließend knapp am unteren linken Eck vorbeischoss.

SCP-Doppelschlag schockt Union - Eigentor von Hünemeier

Auf der Gegenseite ging Paderborn nach einer flachen Ecke von Chris Führich erneut in Führung - den Schuss von Svante Ingelsson konnte Berlins Torwart Loris Karius noch mit Mühe parieren, doch den Nachschuss versenkte Srbeny (31.) im Union-Tor. Nur vier Minuten später spielte Paderborn nach einer Berliner Ecke einen blitzschnellen Konter aus dem Lehrbuch, den Michel (35.) mit einem Beinschuss gegen Karius zum 3:1 abschloss.

Paderborns Michel: "Mit kampfbetontem Fußball kann man auch Bundesligisten schlagen"

Sportschau 22.12.2020 Verfügbar bis 22.12.2021 ARD Von Christian Dexne


Zu Beginn der zweiten Halbzeit bewahrte Karius seine Mannschaft mit einer Glanzparade gegen Ingelsson (48.) vor einem höheren Rückstand. Anschließend schadete sich Paderborn allerdings selbst, als SCP-Abwehrspieler Uwe Hünemeier eine Hereingabe von Unions Christopher Lenz (57.) unglücklich ins eigene Tor grätschte.

Berlin drückt auf den Augleich - Paderborn kämpft

Mit zunehmender Spielzeit wurde der Berliner Druck immer größer, Paderborn gelangen kaum noch Entlastungsangriffe. Glück hatte der SCP, als Berlins Prömel (71.) nach Zuspiel von Marius Bülter aus zwölf Metern an der Latte scheiterte. Einen weiteren Versuch von Prömel (76.) auf das kurze Eck parierte Zingerle in höchster Not.

In der 82. Minute fälschte Hünemeier einen Union-Schuss mit dem Knie beinahe erneut ins eigene Tor ab, doch der Ball strich knapp über die Latte. In der Nachspielzeit setzte Unions Niko Gießelmann einen Freistoß knapp über das SCP-Gehäuse. Mit der letzten Aktion des Spiels traf Berlin den Pfosten, doch der Ausgleich fiel nicht mehr - die Paderborner kämpften bis zum Ende um jeden Ball und brachten den Sieg über die Zeit.

Das Achtelfinale wird am 3. Januar in der Sportschau (17.30 Uhr) ausgelost. "Losfee" ist Sven Hannawald. Paderborn hatte in der 1. Pokalrunde den Regionalligisten SC Wiedenbrück mit 5:0 besiegt, Union hatte sich beim Zweitligisten Karlsruher SC mit 1:0 nach Verlängerung durchgesetzt.

Statistik

Fußball · DFB-Pokal 2020/2021

Dienstag, 22.12.2020 | 20.45 Uhr

Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Karius – Trimmel (77. Ryerson), M. Friedrich, Knoche, C. Lenz (77. Gießelmann) – Andrich – Becker (70. Gogia), Prömel, Teuchert (58. Griesbeck), Endo (58. Bülter) – Awoniyi

2
Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

Zingerle – Dörfler (78. Ananou), Hünemeier, Schonlau, Okoroji – Schallenberg – Führich (66. Antwi-Adjej), Thalhammer (66. Justvan), Ingelsson, S. Michel (90.+3 Pröger) – Srbeny (78. Owusu)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 S. Michel (3.)
  • 1:1 Prömel (6.)
  • 1:2 Srbeny (31.)
  • 1:3 S. Michel (36.)
  • 2:3 Hünemeier (57./Eigentor)

Strafen:

  • gelbe Karte Schonlau (1 )

Schiedsrichter:

  • Frank Willenborg (Osnabrück)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Dienstag, 22.12.2020, 22:40 Uhr

Stand: 22.12.2020, 22:39