Leverkusen scheitert an Zweitligist Karlsruhe

Karlsruhe jubel über ein Tor gegen Leverkusen

Leverkusen scheitert an Zweitligist Karlsruhe

Bayer Leverkusen ist überraschend in der 2. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden.

Der Bundesligist verlor am Mittwoch im eigenen Stadion gegen Zweitligist Karlsruher SC mit 1:2 (0:1).

Im Vergleich zum 2:2 im Derby beim 1. FC Köln am Wochenende nahm Seoane sechs Änderungen an seiner Startelf vor. Weil mit Patrik Schick, Lukas Alario und Emrehan Gedikli drei Stürmer verletzungsbedingt fehlten, durfte Paulinho in vorderster Front ran. Außerdem kamen Nadiem Amiri, Edmond Tapsoba, Exequiel Palacios, Amine Adli und Mitchel Bakker neu ins Team.

Kalte Dusche durch Cueto

Die Werkself wurde früh kalt erwischt. Torhüter Lukas Hradecky wehrte einen Kopfball von Philipp Hofmann ab und Lucas Cueto staubte bereits in der 4. Minute zum 1:0 für den KSC ab. Bayer suchte sofort die Antwort und erhöhte den Druck auf das Karlsruher Tor. Moussa Diaby (10.) und Amine Adli (12.) vergaben Großchancen zum Ausgleichstreffer. Die Abschlüsse von Nadiem Amiri (19.) und Robert Andrich (25.) waren weniger gefährlich.

Stattdessen hätte Hofmann mit einem Seitfallzieher fast das 2:0 für den KSC erzielt (29.). Leverkusen blieb spielbestimmend, aber nicht zwingend genug. Mehr als ein Abschluss von Adli (35.) gelang ideenlosen Hausherren bis zur Pause nicht mehr.

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Sportschau 27.10.2021 02:07 Min. Verfügbar bis 27.10.2022 ARD Von Torge Hidding


Frimpong gleicht aus, Hradecky patzt

Nach Wiederanpfiff war es erneut der KSC, der das erste Ausrufezeichen setzte. Mit einem direkten Freistoß aus 25 Metern zwang Marvin Wanitzek Hradecky zu einer Parade (47.). Leverkusen ließ dagegen eine der seltenen Kontergelegenheiten in Person von Diaby fahrlässig liegen (49.). Für die Gäse wurde Daniel Gordon (51.) nach einer Ecke gefährlich, scheiterte aber an Hradecky. Auf der anderen Seite kam Bayer zum Ausgleichstreffer. Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong tauchte nach einem Doppelpass mit Adli frei vor dem KSC-Tor auf und traf zum 1:1 (55.).

Bayer schien alles im Griff und dem 2:1 näher zu sein, bis Hradecky sich einen folgenschweren Patzer leistete. Der Leverkusener Kapitän spielte den Ball in den Fuß von Kyoung-rok Choi, der wiederum an Hradecky vorbei ins Tor einschob (64.). Seoane reagierte und brachte mit Kerem Demirbay und Florian Wirtz zwei Kreativspieler von der Bank. Die beste Chance auf den Leverkusener Ausgleich hatte Karlsruhes Gordon, der seinen Torhüter Marius Gersbeck mit einem klärenden Kopfball zu einer Glanzparade zwang (72.).

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Viele Großchancen, kein Tor

Bayer drängte nun auf den erneuten Ausgleichstreffer und brachte mit dem 16-jährigen Iker Bravo noch einen Debütanten in die Partie. Die nächste Großchance hatte allerdings Adli, der in der 77. Minute aus elf Metern über das Tor schoss. Eine Minute später vergab auch Bravo aus ähnlicher Position. Auf der Gegenseite wurde der KSC nach einer Ecke erneut gefährlich, als Christoph Kobald knapp über die Latte köpfte (86.). Leverkusen warf alles nach vorne, hatte aber weiter große Mühe, sich Chancen zu erspielen. Am Ende rettet der Zweitligist die Führung über die Zeit.

Für Leverkusen geht es am Samstag (30.10.2021/15.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg weiter.

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Sportschau 27.10.2021 03:29 Min. Verfügbar bis 27.10.2022 ARD Von Tim Wichmann


bh | Stand: 27.10.2021, 20:25