Robert Glatzel jubelt für den HSV

Kurioses Elfmeter-Missgeschick - Köln scheitert am HSV

Stand: 18.01.2022, 21:24 Uhr

In einem dramatischen Spiel ist der 1. FC Köln am Hamburger SV im DFB-Pokal-Achtelfinale gescheitert. Ein kurioser Strafstoß brachte im Elfmeterschießen die Entscheidung.

Von Michael Buchartz

Bundesligist 1. FC Köln hat einen Rückschlag in seiner bisher guten Saison hinnehmen müssen und ist im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 3:4 (0:0. 1:1) nach Elfmeterschießen gegen Zweitligist Hamburger SV ausgeschieden. Robert Glatzel erzielte nach 91 Minuten das Tor für die Gäste aus dem Norden, Anthony Modeste glich per Elfmeter in der 120. Minute aus.

Im Elfmeterschießen hielten dann beide Torhüter jeweils einen Elfmeter. Erst beim fünften Kölner Schützen, Florian Kainz, fiel die Entscheidung. Der Österreicher schoss die Kugel zwar ins Tor, berührte die Kugel jedoch zweimal und der Treffer fand somit - sehr zum Hamburger Jubel - keine Anerkennung.

Uth scheitert, HSV trifft den Pfosten

Die Kölner begannen direkt durckvoll: Der neu in die Startelf gerückte Sebastian Andersson scheiterte nach acht Minuten per Kopf am stark reagierenden Daniel Heuer Fernandes im HSV-Tor. Mark Uth vergab die große Chance zur Führung fahrlässig (20.). Köln zeigte die bessere Spielanlage, doch die Gäste kämpften sich in die Partie.

Für die ersten Chancen für Hamburg dauerte es jedoch noch ein paar Minuten: Robert Glatzel tauchte plötzlich alleine vor dem Tor der Kölner auf, setzte den Schuss aber über den Querbalken (35.). Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten, ließ Moritz Heyer die gesamte Kölner Abwehr stehen und traf nur den linken Pfosten.

1. FC Köln gegen Hamburger SV - die Zusammenfassung

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Köln vergibt gute Chancen

Die Pausenansprache von FC-Coach Steffen Baumgart schien deutlich gewesen zu sein: Nur 65 Sekunden nach dem Wiederanpfiff verhinderte Heuer Fernandes die sichere Führung für Köln durch den freistehenden Jan Thielmann. 60 Sekunden später köpfte Andersson genau in die Arme des HSV-Torwarts. Thielmann (55./64.) vergab zwei weitere Schusschancen.

20 Minuten vor dem Ende hatte Köln dann aber Glück, als der bereits verwarnte Jonas Hector nach einem Foul nicht vorzitig vom Feld musste. Dann wieder der FC: Der eingewechselte Anthony Modeste köpfte nach einer Ecke - und fand seinen Meister wiederum in Heuer Fernandes. Heyer hatte für Hamburg die beste Chance mit einem weiteren Pfostentreffer (83.).

Umstrittene Entscheidung rettet FC

Die Verlängerung begann mit einem Paukenschlag: Glatzel stand nach einer Flanke völlig frei und köpfte zur Hamburger Führung ein. Köln versuchte zu antworten, aber Heuer Fernandes entschärfte erneut gegen Thielmann (95.). Auch Modeste brachte die Kugel nicht im Tor unter (105.) - genauso wenig Hector (115.).

Kurz vor Schluss die erneute Wende: Es segelte eine Flanke in den Strafraum und Schiedsrichter Daniel Schlager zeigtenach einem kurzen Zupfer gegen Modeste auf den Punkt für Köln - eine umstrittene Strafstoß-Entscheidung. Dieser verwandelte souverän unten rechts und brachte den FC damit ins Elfmeterschießen.

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Kurioser Kainz-Elfmeter sorgt für HSV-Jubel

Wer meinte, das wäre der Wendung schon eine zu viel, wurde getäuscht. Der fünfte Kölner Schütze Florian Kainz rutschte beim Elfmeter weg. Der Ball landete zwar im Tor - jedoch gab Schiedsrichter Schlager den Treffer auf Hinweis des Video-Asisstenten nicht.

"Ich bin mit dem Standbein weggerutscht, habe mir dagegen geschossen und der Ball flog dann komisch. Der Schiedsrichter hat es mir dann schnell erklärt, dass das nicht erlaubt ist und es so wie verschossen gewertet wird", sagte der Unglücksrabe Kainz am Sportschau-Mikrophon.

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