DFB-Pokal: Essener Quartett will sich mit Finalsieg verabschieden

Die Spielerinnen der SGS Essen wollen auch im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg wieder jubeln.

DFB-Pokal: Essener Quartett will sich mit Finalsieg verabschieden

  • Essen kämpft Samstag (16.45 Uhr) gegen Wolfsburg um den DFB-Pokal
  • Letztes Spiel für Oberdorf, Knaak, Schüller und Hegering im SGS-Trikot
  • Essen nach 2014 zum zweiten Mal im Pokalfinale in Köln

Es ist das Highlight der Saison für die SGS Essen: Am Samstag (04.07.2020, 16.45 Uhr) steht in Köln das Finale des DFB-Pokals gegen den schier übermächtigen VfL Wolfsburg an.

Der Tabellenfünfte aus NRW ist klarer Außenseiter gegen die Niedersächsinnen, die jüngst zum vierten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft feierten - ungeschlagen, was in Fußball-Deutschland sowohl in der Männer- als auch in Frauen-Bundesliga bislang noch kein Team geschafft hat.

Der VfL scheint also auf seinem Weg zum sechsten Pokalsieg in Folge kaum aufhaltbar. Dennoch will die SGS bei ihrem zweiten Pokalfinaleinzug nach 2014 den Titel nicht kampflos hergeben.

Gerade ein Quartett will sich bei seinem letzten Auftritt im Essener Trikot besonders ins Zeug legen. Lena Oberdorf, Turid Knaak, Marina Hegering und Lea Schüller sind die Nationalspielerinnen im Team von Trainer Markus Högner und damit die Stars des Teams. Alle vier verlassen den Klub nach dem Finale.

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Besonders für die künftige Wolfsburgerin Oberdorf ist das Endspiel eine besondere Partie. "Die Situation ist wirklich komisch, aber ich stehe noch in Essen unter Vertrag und werde alles dafür tun, dass wir gewinnen", sagt sie und kündigt an: "Und deshalb müssen sich die Wolfsburgerinnen auch damit abfinden, dass wir den Pokal mit nach Essen nehmen."

Bei der Generalprobe in der Bundesliga vor wenigen Wochen (0:3) zeigten die Essenerinnen zu viel Respekt vor dem mit Stars gespicktem VfL-Team. Den gilt es beim Aufeinandertreffen in Köln abzulegen.

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Wie es klappen könnte, zeigten die Spielerinnen auf dem Weg ins Finale, als mit dem SV Meppen (5:1), dem 1. FC Köln (3:1), dem 1. FFC Turbine Potsdam (3:1) und Bayer 04 Leverkusen (3:1) vier Teams besiegt wurden. Auf direkte Unterstützung der Fans können die Fußball-Frauen beider Teams in diesem Jahr nicht setzen.

Noch zu Jahresfrist hatte der DFB eine neue Zuschauer-Bestmarke für dieses Finale erhofft. "In diesem besonderen Jahr, in dem wir 50 Jahre Frauenfußball und zehn Jahre Pokalfinale in Köln feiern, wollen wir auch etwas Besonderes schaffen: Wir wollen die 20.000 in 2020 knacken und sind optimistisch, dass wir auch den Zuschauerrekord der Premiere in 2010 toppen können", hatte Abteilungsleiter Manuel Hartmann noch im Januar angekündigt.

Statt Besucherrekord nun keine Zuschauer vor Ort

Einen neuen Rekord wird es definitiv geben – nur leider in die andere Richtung. Denn bekanntermaßen wird es wegen der Corona-Auflagen keine Zuschauer in Müngersdorf geben. "Es ist richtig schade, dass in diesem Jahr keine Zuschauer dabei sein können. Besonders für die Spielerinnen, für die das Spiel das Highlight der ganzen Karriere sein könnte", bedauert Lena Oberdorf. Doch sollte am Ende ihr Team den Pokal in den Himmel halten, wäre das sicher ein großes Trostpflaster.

Stand: 02.07.2020, 14:47

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