DFB-Pokal: Potsdam siegt in Leverkusen und zieht ins Finale ein

Sportschau 18.04.2022 03:05 Min. Verfügbar bis 18.04.2023 Das Erste

Fußball | DFB-Pokal Frauen

Bayer Leverkusen im DFB-Pokal: Traurig, aber voller Stolz

Stand: 19.04.2022, 12:44 Uhr

Die Fußballfrauen von Bayer Leverkusen waren so nah dran. Doch am Ende zog nach einem unglücklichen Spielverlauf Turbine Potsdam in das Endspiel des DFB-Pokals ein. Traurig, aber voller Stolz ob der Leistung zeigte sich das Team nach dem Spiel.

Juliane Wirtz machte keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. "Es ist einfach bitter und tut verdammt weh." Gerade hatte ihre Elf gegen Potsdam eine bittere 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen hinnehmen müssen, der Traum vom erstmaligen Einzug is DFB-Pokalfinale war geplatzt. Die 20-Jährige hatte Tränen in den Augen, doch ihr Bruder Florian tröstete sie.

Leverkusens Juliane Wirtz (l.) im Zweikampf mit Gina Chmielinski (Potsdam).

Leverkusens Juliane Wirtz (l.) im Zweikampf mit Gina Chmielinski (Potsdam).

Er ist zwar eigentlich der kleine Bruder. Doch während der 18-Jährige schon vier A-Länderspiele absolviert hat und mit Bayer Leverkusen 14 Mal im Europacup spielte, hatte die zwei Jahre ältere Schwester gerade das größte Spiel ihrer bisherigen Fußball-Karriere auf die unglücklichste und denkbar bitterste Art und Weise verloren. "Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass er da war", sagte Juliane Wirtz nach der bitteren Pleite. Der derzeit verletzte Bruder hatte das Spiel auf der Tribüne verfolgt: "Das ist eine Geschwisterverbindung. Er nimmt mich in den Arm und hört mir zu. Er ist eine große Stütze."

Trotz der Enttäuschung durfte das Bayer-Team voller Stolz vom Platz gehen. Die Rheinländerinnen hatten dem Favoriten einen großen Kampf geboten und waren dicht dran an der Überraschung. "Ich bin total stolz auf meine Mannschaft", lobte Trainer Achim Feifel nach der Partie seine Spielerinnen. "Wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen, haben ein Spiel auf Augenhöhe gezeigt. Am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt", so der Coach.

Die enttäuschten Spielerinnen von Bayer Leverkusen nach dem verlorenen Elfmeterschießen gegen Turbine Potsdam.

Die enttäuschten Spielerinnen von Bayer Leverkusen nach dem verlorenen Elfmeterschießen gegen Turbine Potsdam.

Bayer hatte im Spiel mit 1:0 geführt und im Elfmeterschießen mit 2:0, dennoch blieb der Traum vom ersten Endspiel unerfüllt. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, sonst fang ich an zu heulen", sagte Juliane Wirtz bei "Sky": "Wir waren so nah dran. Aber ich bin verdammt stolz auf uns Mädels."

Bayer in der Bundesliga nun in Frankfurt

Potsdam steht am 28. Mai in Köln zum insgesamt achten und zum ersten Mal seit 2015 im Finale. Seit dem dritten Sieg 2006 gingen vier Endspiele in Folge verloren. Final-Gegner Wolfsburg holte dagegen in den vergangenen sieben Jahren immer den Titel.

Bayer kann sich nun ganz auf das Saisonfinale in der Bundesliga konzentrieren. Bereits Sonntag geht es weiter mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (13 Uhr).

Quelle: dpa7Bayer Leverkusen