Sascha Hildmann

Preußen-Coach Hildmann: Urteil ist "völlig richtig"

Stand: 18.08.2021, 09:22 Uhr

Für Preußen Münsters Trainer Sascha Hildmann ist das Weiterkommen am Grünen Tisch im DFB-Pokal für sein Team nur logisch. Der VfL Wolfsburg hingegen will das Urteil nicht ohne Weiteres hinnehmen und hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.

"Alles andere als diese Entscheidung wäre für mich nicht nachvollziehbar gewesen", sagte Hildmann am Dienstag gegenüber "sport1.de". Am Montag hatte das DFB-Sportgericht nach stundenlanger Verhandlung den 3:1-Sieg des Bundesligisten VfL Wolfsburg beim Regionalligisten Münster nach Verlängerung in der ersten Runde des DFB-Pokals in ein Weiterkommen des SC Preußen geändert. Grund dafür war, dass Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel in der Verlängerung verbotenerweise einen Wechsel zu viel vorgenommen hatte.

Preußen-Coach: "Es war ein sportlicher Eingriff"

"Es war ein sportlicher Eingriff und deshalb ist diese Entscheidung völlig richtig und absolut nachvollziehbar", sagte Hildmann, der gleich mehrere Vorteile der Niedersachsen aufzählte: "Es steht 1:1 und bei Wolfsburg werden zwei Wechsel vorgenommen. Bornauw kommt rein und legt das 2:1 auf. Und auch Mehmedi wird eingewechselt - für Wolfsburgs gelb-rot-gefährdeten Philipp. Mein Spieler Marvin Thiel hatte sich den Daumen gebrochen und musste weiterspielen, weil ich nicht mehr wechseln konnte. Er war dann im entscheidenden Zweikampf auch gehandicapt."

"Van Bommel kann und wird das sehr gut verkraften"

Einer der angesprochenen Wechsel wäre indes regelkonform gewesen. Zum Wechselfehler seines Wolfsburger Kollegen van Bommel sagte Hildmann: "Menschen machen nun mal Fehler, ich glaube aber, dass Mark van Bommel das sehr gut verkraften kann und wird."

Wolfsburg legt Berufung ein

Der Bundesligist indes legte am Dienstag fristgerecht Berufung gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts ein. Der VfL argumentiert, dass ein Wiederholungsspiel die faire Lösung gewesen wäre.

"Dass der VfL Wolfsburg in Berufung geht, ist ein legitimes Rechtsmittel", sagte Münsters Sportdirektor Peter Niemeyer laut Pressemitteilung: "Wir sind weiterhin davon überzeugt, mit unserem Einspruch gegen die Spielwertung nachvollziehbar und richtig gehandelt zu haben und hoffen, dass das Bundesgericht das gestrige Urteil bestätigen wird."

Geldsegen für Münster durch den Einzug in Runde 2

Bliebe die Entscheidung des DFB-Sportgerichts bestehen, würde das Urteil Preußen Münster nicht nur den Weg in die zweite Pokal-Runde am 26./27. Oktober ebnen. Zugleich bescherte der Richterspruch dem Viertligisten eine fixe Prämie von rund 257.000 Euro.

Wolfsburgs kurioser Wechselfehler

Sportschau.de 14.02.2019 01:18 Min. Verfügbar bis 09.08.2022 Das Erste

Quelle: dpa/NDR