Eberl/Schippers - Borussias Erfolgs-Architekten bleiben an Bord

Max Eberl (l.) und Stephan Schippers

Eberl/Schippers - Borussias Erfolgs-Architekten bleiben an Bord

Von Michael Buchartz

Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers binden sich langfristig an Borussia Mönchengladbach. Das Duo gilt als Architekt des konstanten sportlichen Erfolgs.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren beiden Führungskärften im operativen Bereich die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen können", heißt es in einer Stellungnahme von Bundesligist Borussia Mönchengladbach am Sonntag auf der vereinseigenen Website. Die Rede ist von Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers. Mit beiden Verantwortlichen verlängerte die Borussia die Verträge vorzeitig bis 2026.

Beide seit 1999 im Klub

"Max Eberl und Stephan Schippers stehen mit ihrer Arbeit für den erfolgreichen und nachhaltigen Weg, den unsere Borussia in den letzten Jahren gegangen ist", heißt es in der Mitteilung weiter. Und in der Tat ist einiges seit dem Amtsantrittt der beiden passiert: Eberl und Schippers gelten als Architekten eines steten sportlichen Aufschwungs am Niederrhein.

Schippers begann seine Funktionärskarriere als Leiter der Geschäftsstelle 1999, ist sogar in Mönchengladbach geboren. Auch Eberl kam 1999 - noch als Fußball-Profi - zur Borussia und ging anschließend nie wieder weg vom Niederrhein. 2004 wechselte er vom Feld in die Funktionärsriege. Nach vier Jahren als Nachwuchskoordinator übernahm er im Oktober 2008 die Gesamtausrichtung des Klubs als Sportdirektor.

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Mit Kontinuität zum Erfolg

Damals waren die "Fohlen" gerade aus der 2. Liga wieder aufgestiegen. Doch mit dem Erfolgs-Duo Eberl und Schippers setzte der Aufschwung ein. Unter ihre Ägide fällt das Durchsetzen in der Relegation in letzter Sekunde 2011, als Igor de Camargo die Borussia in der Eliteklasse hielt, genauso wie das erstmalige Erreichen der Champions League nur ein Jahr später mit Trainer Lucien Favre.

Seit diesem Erfolg 2012 ist aus der einstigen Durchschnnittsmannschaft der 2000er-Jahre ein konstanter Europokalanwärter geworden. Auch, weil es Eberl und Schippers verstanden haben, junge, willige Spieler nach Mönchengladbach zu lotsen und die dortigen Trainer sie auf ein neues Niveau heben konnten. Vor nicht allzu langer Zeit wurde Eberl sogar beim großen FC Bayern als Sportdirektor gehandelt. Doch nun bleibt Eberl - ebenso wie sein Kompagnon Schippers.

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Pflichtaufgabe im DFB-Pokal vor Weihnachten

Mit dem sportlichen kam zudem der wirtschaftliche Aufschwung. Inzwischen besitzt die Borussia ein hochwertiges Trainingszentrum, ein Hotel und ein eigenes Stadion am Stadtrand. Von Schulden keine Spur. Sportlich läuft es in dieser Spielzeit noch nicht immer rund, dennoch sind alle Ziele erreichbar und mit dem erstmaligen Weiterkommen in die K.o.-Runde der Champions League durften die Gladbacher bereits ein großes Highlight erleben.

Vor Weihnachten wartet nun auf Eberl und Co. noch eine Pflichtaufgabe. Am Dienstag reist die Borussia im DFB-Pokal zu Viertligist Elversberg. Schafft es Möcnhengladbach dort in die nächste Runde, könnten Eberl und Schippers bei ihren nächsten Transferaktivitäten im Winterfenster auch mit dem Argument werben, dass die Borussia noch in drei Wettbewerben vertreten ist. Es wäre der nächste Baustein der beiden Architekten auf dem Weg zum Spitzenklub.

Stand: 20.12.2020, 17:56