Lara Marti (links) und Melissa Friedrich (rechts) von Bayer Leverkusen im Kampf um den Ball mit Felicitas Fee Kockmann von der SGS Essen.

Essen gegen Leverkusen: Pokalfinale in Köln ist das Ziel

Stand: 28.02.2022, 18:22 Uhr

Die SGS Essen und Bayer Leverkusen kämpfen im NRW-Duell um den Einzug in das DFB-Pokal-Halbfinale der Frauen. Die letzten Begegnungen waren immer eng.

Zwei Teams aus Nordrhein-Westfalen sind im Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen noch vertreten: Die Bundesligisten SGS Essen und Bayer Leverkusen kämpfen am Dienstagabend (19 Uhr) an der Essener Hafenstraße um den Einzug ins Halbfinale. Ziel der beiden Klubs ist das Finale im Kölner Rheinstadion am 28. Mai.

Duell auf Augenhöhe erwartet

Während es in den übrigen Viertelfinal-Spielen klare Favoriten gibt, wird in Essen ein Duell auf Augenhöhe erwartet. "Bevor wir jedoch an ein mögliches Finale denken, müssen wir erst einmal Leverkusen aus dem Weg räumen", sagte Trainer Markus Högner. "Das wird eine verdammt harte Nuss. Das haben wir ja noch vor wenigen Wochen in der Meisterschaft erlebt."

In der letzten Liga-Begegnung Anfang Februar hatten sich die Kontrahenten 1:1 getrennt, das Hinspiel gewann Essen mit 2:1. "Das war Liga, Pokal ist eine ganz andere Nummer", so Högner: "Da gibt es kein großes Taktieren, sondern nur alles oder nichts." Seit der Saison 2018/19 konnte keine Mannschaft im direkten Liga-Duell zwei Spiele in Folge gewinnen. In der aktuellen Bundesliga-Tabelle trennen den Sechsten Leverkusen und den Neunten Essen acht Punkte.

Zeutschler warnt vor Bayers Offensive

In den Augen von SGS-Geschäftsführer Florian Zeutschler muss Essen vor allem vor Bayers Offensive auf der Hut sein. "Leverkusen hat eine brutal gute Torchancenverwertung und ist immer für ein Tor gut", sagte Zeutschler. "Da müssen wir hellwach sein." Man habe aber "nichts zu verlieren" und gehe "mit einem großen Selbstvertrauen in das Spiel".

Die Vorbereitung Leverkusens war durch die Länderspielpause beeinträchtigt: Gleich acht Spielerinnen waren mit ihren Nationalteams auf Reisen, dazu kamen einige Verletzte. "Das macht die teamtaktische Arbeit natürlich nicht einfacher", sagte Leverkusens Coach Achim Feifel.

Högner: "Bekomme heute noch Gänsehaut"

Im Gegensatz zu Leverkusen, das noch nie im Endspiel stand, hatte die SGS bereits zwei Mal die Chancen auf den Titel: 2014 musste sie sich dem 1. FFC Frankfurt mit 0:3 geschlagen geben, 2020 zog sie gegen den VfL Wolfsburg mit 2:4 im Elfmeterschießen den Kürzeren. "Du stehst in einem Endspiel und die ganze deutsche Frauenfußball-Welt schaut auf dich. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich an das Finale 2019/2020 denke", sagte SGS-Coach Högner.

Am Dienstagabend setzt Högner auch auf die eigenen Fans: "Ganz klar: Wir wollen unsere Fans und Zuschauerinnen gleich von Beginn an mitnehmen. Wir wollen sie begeistern und auf unsere Seite ziehen".