Patrick Osterhage vom VfL Bochum kämpft um den Ballbesitz mit Maximilian Eggestein vom SC Freiburg

Letzte Minute - Bochum unterliegt Freiburg maximal unglücklich

Stand: 02.03.2022, 23:20 Uhr

Viel unglücklicher geht's nicht: In der letzten Minute der Verlängerung musste der VfL Bochum gegen den SC Freiburg den K.o.-Treffer im DFB-Pokal-Viertelfinale hinnehmen.

Von Olaf Jansen

Roland Sallai war es, der für die Freiburger in der 120. Minute zum entscheidenden 1:2 (0:0, 1:1) nach Verlängerung traf. In der regulären Spielzeit hatte Nils Petersen den SC Freiburg in der 51. Minute in Front gebracht, der eingewechselte Sebastian Polter konnte für den VfL nach 64 Minuten per Kopf zum 1:1 ausgleichen.

Das vorläufige "Spiel des Jahres" für den VfL Bochum hatte mit einem Feuerwerk begonnen. Allerdings außerhalb des Stadions: Auf dem Vorplatz hatten die VfLer mit Anpfiff ein paar - in diesen Tagen sicher eher zweifelhafte - Raketen gezündet. Derart spektakulär ging's innerhalb der Arena leider zunächst nicht zu.

VfL Bochum gegen SC Freiburg - die Tore

Sportschau 02.03.2022 03:23 Min. Verfügbar bis 02.03.2023 Das Erste

Kampf und Leidenschaft statt spielerischer Glanz

Beide Teams hatten Mühe, spielerisch in die Partie zu finden. Zuviel Wert wurde von allen Beteiligten auf Einsatz, Kampf und Leidenschaft gelegt. Intensive Zweikämpfe statt elegant herausgespielte Torchancen - dafür stand die erste Halbzeit dieser Partie.

Die Torchancen blieben auf der Strecke. Mit ein wenig gutem Willen konnte man dem VfL zwei durch Gerrit Holtmann (5. und 45. Minute) gutschreiben, Freiburg hatte durch Vincenzo Grifo (27.) und Petersen (38.) ebenfalls eher Halbchancen.

Petersen trifft, Polter kontert

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Zunächst ließ der VfL eben jene Zweikampfstärke aus dem ersten Abschnitt vermissen, als es in der 51. Minute das 0:1 setzte. Kevin Schade hatte wenig bedrängt aus 16 Metern abziehen können, den von Keeper Manuel Riemann abprallenden Ball versenkte Pedersen im Bochumer Tor.

Der VfL war geschockt, schlug aber schon bald wie aus dem Nichts zurück: Nach Elvis Rexhbeçajs Flanke aus dem Halbfeld schraubte sich der eingewechselte Polter sechs Meter vor dem Tor hoch und köpfte wuchtig zum 1:1 ein (64.).

Leitsch unterläuft entscheidender Fehler

Dabei blieb es. Weil sich beide Mannschaften weiterhin nichts schenkten und keinen meter Raum freiwillig hergaben. Zudem waren beide Abwehrreihen stets auf der Höhe des Geschehens und hatten die gegnerischen Angreifer gut im Griff.

So sah alles danach aus, als müsse das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Doch es kam ja noch die 120. Minute. Und da unterlief dem jungen Bochumer Abwehrmann Maxim Leitsch der entscheidende Fehler. Der Manndecker köpfte einen Ball zu kurz in Richtung seines eigenen Torhüters und Sallai ging dazwischen. Der ungarische Nationalspieler ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte zum entscheidenden 1:2 ein. Der große Traum des VfL Bochum vom Einzug ins Halbfinale war vorbei.