Vor Kiel-Spiel - BVB arbeitet an Sancho, Kobel und Co.

Erzielte beim 4:0 über Schalke sein 35. Bundesliga-Tor: Jadon Sancho.

DFB-Pokal-Halbfinale am Samstag

Vor Kiel-Spiel - BVB arbeitet an Sancho, Kobel und Co.

Holstein Kiel soll am Samstag kein Stolperstein sein. Neben dem erhofften Einzug ins DFB-Pokalfinale arbeitet Borussia Dortmund derweil an den Planungen fürs nächste Fußballjahr. Vor allem Jadon Sancho steht im Fokus.

Das DFB-Pokal-Halbfinale vor der Brust, die mittelfristige Planung im Auge: Borussia Dortmund hat in dieser Woche trotz Liga-Pause gut zu tun. Natürlich geht es erst einmal um das Erreichen des DFB-Pokalfinals. Dazu benötigt die Borussia am Samstag (01.05.21) einen Sieg über Zweitligist Holstein Kiel.

Die Dortmunder sind Favorit, auch wenn Kiel ein für Zweitligaverhältnisse enorm spielstarkes Team stellt und bekanntermaßen im Pokalwettbewerb schon den FC Bayern rauswarf. Dennoch: Alles andere als ein souveräner BVB-Sieg am Samstag wäre eine Riesen-Überraschung.

Was wird aus Jadon Sancho?

Viel enger dürfte es da derzeit auf dem Transfermarkt zugehen, wo der BVB Gerüchten zufolge mächtig mitmischt. Was aus Erling Haaland wird, ist momentan kaum einzuschätzen.

Aktuelleres Thema scheint aber mal wieder Jadon Sancho zu sein. Nachdem die Borussia im vergangenen Jahr die heftigen Abwerbeversuche von Manchester United erfolgreich abblocken konnte, scheint in diesem Sommer ein noch gefährlicherer Mitbuhler aufzutauchen: der FC Liverpool mit Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp.

Der noch amtierende englische Meister hat in der laufenden Spielzeit insgesamt nicht an das Niveau des Vorjahres heranreichen können und möchte seinen Kader auffrischen. Für den Ägypter Mohamed Salah, den man gern veräußern würde, soll als Ersatz eben Sancho ins Auge gefasst worden sein.

100 Millionen - Sanchos Marktwert ist Dortmunds Trumpf

Der Außenspieler, der gerade erst 21 geworden ist, hat zuletzt wieder mächtig Fahrt aufgenommen und würde mit seinen Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins exakt ins Kloppsche Anforderungsprofil passen. Allerdings: Der Engländer besitzt noch einen Vertrag beim BVB bis 2023 - entsprechend teuer würde er. Sein Marktwert wird aktuell auf 100 Millionen Euro taxiert (Quelle: transfermarkt.de)

Ein Verkauf würde dem BVB, der für Sancho 2017 knapp acht Millionen Euro an Manchester City zahlte, finanziell also erhebliche neue Möglichkeiten im eigenen Einkauf eröffnen. Was dem Verein gerade recht kommt, denn nach dem - unter dem Strich enttäuschenden - Saisonverlauf soll neues Blut her.

Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach wird ebenso immer mal wieder mit dem BVB in Verbindung gebracht wie Tanguy Coulibaly vom VfB Stuttgart. Für die Abwehr braucht es dringend Alternativen zu Mats Hummels und Manuel Akanji - hier hat der BVB offensichtlich Interesse am Mainzer Moussa Niakhaté.

Kobel im BVB-Visier?

Zudem gab es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Diskussionen über die Torhüterleistungen beim BVB. Nachdem Roman Bürki mittlerweile seinen Stammplatz an Marwin Hitz verloren hat, scheint man in Dortmund noch weiteren Bedarf zu sehen.

Wie die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" berichten, rückt Gregor Kobel in den Fokus des BVB. Der 23-Jährige hat dem VfB Stuttgart per Leihe zunächst zum Wiederaufstieg verholfen. Im Sommer verpflichteten die Schwaben den Torwart für rund vier Millionen Euro fest von der TSG Hoffenheim.

Kobel ist bis 2024 an den VfB Stuttgart gebunden. Dem Bericht zufolge dürfte der Torwart für 16 bis 18 Millionen Euro Ablöse gehen.

Wolfgang Polak: BVB-Fan ein Leben lang Sportschau 29.04.2021 02:08 Min. Verfügbar bis 29.04.2022 Das Erste

Stand: 29.04.2021, 09:15