Gladbach ohne Thuram im Pokal - auch Jantschke fällt aus

Gladbach ohne Thuram im Pokal - auch Jantschke fällt aus

Borussia Mönchengladbach muss im DFB-Pokal bei der SV Elversberg am Dienstag (20.45 Uhr) auf Marcus Thuram verzichten. Der Franzose, der wegen Spuckens im Bundesliga-Spiel gegen 1899 Hoffenheim (1:2) die Rote Karte gesehen hatte, ist wie erwartet lange gesperrt worden.

"Wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung" muss Thuram nach DFB-Angaben vom Montag wettbewerbsübergreifend fünf Spiele aussetzen. Ein sechstes Spiel wird bis zum 21. Dezember 2021 auf Bewährung ausgesetzt, so dass Thuram am 22. Januar gegen Borussia Dortmund wieder spielberechtigt ist.

Der Angreifer muss außerdem eine Geldstrafe von 40.000 Euro zahlen. Zuvor hatte Thuram bereits eine vereinsinterne Rekordstrafe in Höhe eines Monatsgehalts für soziale Zwecke erhalten.

Borussia akzeptiert Strafe

Der Klub hatte sich bereits im Vorfeld mit jeglichem Strafmaß einverstanden erklärt: "Wir akzeptieren alles und wir wissen, dass es mehr als dämlich gelaufen ist", sagte Borussias Trainer Marco Rose. Der Coach stellte aber auch klar, dass man den Spieler jetzt nicht allein lassen werde. "Er ist ein Teil von uns und wir werden ihn unterstützen bei allem, was auf ihn einprasselt", sagte Rose.

"Weit über die Grenze hinausgegangen" - Rose entschuldigt sich für Thurams Aussetzer Sportschau 19.12.2020 01:41 Min. Verfügbar bis 19.12.2021 Das Erste

Jantschke wird Vater, Hofmann zurück im Kader

Im Pokal muss Gladbach auch auf Tony Jantschke, der Vater wird, verzichten. Dafür kehrt Jonas Hofmann nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel ins Team zurück. "Er hat jetzt dreimal trainiert und wird dabei sein. Er ist auch eine Option für einen Einsatz", so Rose.

Rose erfreut über Eberl-Verlängerung

Positiv reagierte Rose auf die Vertragsverlängerung von Sportdirektor Max Eberl. "Es ist wichtig für den Verein. Er hat über viele Jahre sehr viel aufgebaut, hat den Verein in ruhige Fahrwasser geführt", sagte Rose, der sich an Spekulationen zu seiner eigenen Zukunft nicht beteiligen wollte.

Eberl, der wie Geschäftsführer Stephan Schippers vorzeitig bis 2026 verlängerte, bezeichnete Rose als "Glücksfall" für Mönchengladbach: "Er hat mit uns sehr, sehr viel erreicht." In Gesprächen über eine mögliche Vertragsverlängerung mit dem Coach will er sich nicht unter Druck setzen lassen. "Es gibt für mich kein Zeitfenster", sagte Eberl.

Eberls Ziel: "In der Phalanx der Top Sechs" weiter vorstoßen

Der 47-Jährige erklärte am Montag seine Beweggründe für seine eigene Entscheidung. "Die Lust, einmal mit Gladbach etwas zu gewinnen, aber auch in der Phalanx der Top Sechs weiter vorzustoßen, das ist der Ehrgeiz, den ich habe und der mich treibt", sagte Eberl.

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Sportschau 19.12.2020 02:21 Min. Verfügbar bis 19.12.2021 ARD Von Burkhard Hupe


"Das ist ein Zeichen an alle und keine Show von Max und mir. Das ist ein starkes Signal für Borussia Mönchengladbach", sagte Schippers betonte noch einmal die gelebte Kontinuität beim Fußball-Bundesligisten. "Hier weiß die linke Hand, was die rechte tut. In diesen schwierigen Zeiten ist Verlässlichkeit ein ganz wichtiger Punkt."

Vierwöchige Auszeit für Eberl zugesichert

Im Zuge der Vertragsverlängerung verständigte sich Eberl mit dem Klub auf eine vierwöchige Auszeit im Januar. Er wolle nach 16 Jahren intensiver Arbeit im Verein "ein bisschen Ruhe bekommen, etwas für mich tun", sagte Eberl. Der Austausch mit Trainer Rose bleibe aber eng: "Das Handy ist mein treuster Begleiter."

Rose: "Mit aller Konsequenz versuchen, dieses Spiel zu gewinnen" Sportschau 21.12.2020 01:15 Min. Verfügbar bis 21.12.2021 Das Erste

dpa/sid/red | Stand: 21.12.2020, 16:17