BVB gegen Ingolstadt weiter in Personalnot - Malen erkrankt

Donyell Malen (l.) und Marco Rose (r.) klatschen sich ab

BVB gegen Ingolstadt weiter in Personalnot - Malen erkrankt

Bei Borussia Dortmund bleibt die Personallage angespannt. Die Hoffnungen auf ein Comeback diverser angeschlagener Profis zum Pokalspiel gegen den Zweitliga-Letzten FC Ingolstadt erfüllten sich nicht.

Zudem muss der BVB im DFB-Pokal-Zweitrundenspiel gegen den FC Ingolstadt am Dienstag (20.00 Uhr) möglicherweise auf Donyell Malen verzichten.

"Er hat einen leichten Magen-Darm-Infekt und konnte nicht trainieren", sagte Trainer Marco Rose am Montag. Ohnehin sei angesichts der englischen Wochen und der Personalsorgen der gesamte Kader gefordert.

Vier Spiele innerhalb von zwölf Tagen

"Es wird zum Fakt, dass man jeden Spieler braucht. Dennoch hoffen wir, dass die Situation sich irgendwann wieder entspannt, damit wir dann vielleicht mal über das Thema Belastungssteuerung sprechen können", betonte er: "Das ging bisher gar nicht."

Schon gegen Bielefeld hatten dem BVB neun Profis gefehlt. Dabei stehen bis zur nächsten Länderspielpause Mitte November noch vier Partien in zwölf Tagen an. Besonders schmerzlich ist der Ausfall von Erling Haaland. An den jüngsten Spekulationen, wonach der Torjäger bis mindestens Dezember ausfallen könnte, wollte sich Rose nicht beteiligen. "An sein Fehlen müssen wir uns ein paar Spieltage gewöhnen. Deshalb brauchen wir nicht rumzujammern. Sicher ist er wahnsinnig wichtig für uns. Aber wir müssen deshalb nicht alles auf den Kopf stellen und uns neu erfinden."

Hitz für angeschlagenen Kobel im Tor

Zur Erleichterung Roses ist die Verletzung von Gregor Kobel nicht so schwerwiegend wie befürchtet. Dennoch wird der Stammkeeper gegen Ingolstadt nicht zwischen den Pfosten stehen.

"Gregor ging es gestern schon etwas besser. Aber da müssen wir nichts riskieren. Es war ohnehin die Idee, Marwin Hitz ins Tor zu stellen", sagte Rose. Kobel hatte sich am Samstag in Bielefeld (3:1) eine Oberschenkelprellung zugezogen und war zur Halbzeit durch Hitz ersetzt worden.

Rose warnt vor kämpferische Ingolstädter

Obwohl der Bundesliga-Zweite als Favorit in das Duell mit dem Zweitliga-Letzten geht, warnte Rose seine Profis: "Der Gegner hat nichts zu verlieren und wird versuchen, weg vom Alltag im Zweiliga-Abstiegskampf einfach das beste Spiel seines Lebens zu machen, um Borussia Dortmund wehtun zu können."

Deshalb sei eine konzentrierte Leistung seiner Mannschaft gefragt. "Wenn wir anfangen rumzukrümeln und glauben, dass es mit ein paar Prozenten weniger geht, dann kann man auch gegen Ingolstadt Probleme bekommen." In der 2. Runde ausgeschieden ist der BVB das letzte Mal vor zehn Jahren. Gegner war der damalige Drittligist Kickers Offenbach.

Nicht nur aufgrund der vielen Ausfälle will Rose weitgehend darauf verzichten, Stammkräfte gegen Ingolstadt zu schonen. "Es ist nicht unsere Idee, wie wild zu rotieren", kommentierte der 45 Jahre alte Coach, "ich will nicht im Ansatz den Eindruck entstehen lassen, dass wir glauben, in irgendeiner Form nachlassen und auf zehn Positionen verändern zu können."

sid | Stand: 25.10.2021, 14:42