Gladbach vor richtungsweisendem Spiel gegen Donezk

Stefan Lainer (l.), Spieler von Borussia Mönchengladbach, im Zweikampf mit Donezks Spieler Taison.

Gladbach vor richtungsweisendem Spiel gegen Donezk

Der erste Einzug ins Achtelfinale der Champions League ist für Borussia Mönchengladbach greifbar. Gegen Schachtjor Donezk muss am Mittwoch aber ein Sieg her. Trainer Marco Rose warnt vor Übermut.

Borussia Mönchengladbach hat in der Champions League in dieser Saison für ordentlich Furore gesorgt. Nach - sogar unglücklichen - Unentschieden gegen die Schwergewichte Inter Mailand und Real Madrid und dem furiosen 6:0-Erfolg bei Schachtjor Donezk führen die Borussen die Gruppe B überraschend an. Der erste Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse der Vereinshistorie ist also zum Greifen nah.

Trainer Marco Rose drückt vor dem Rückspiel gegen Donzek am Mittwoch (18.55 Uhr) aber die Euphoriebremse: "Jetzt kommen die Spiele, die alles entscheiden. Im Grunde haben wir noch nichts erreicht", sagte Rose am Dienstag. Mit einem erneuten Erfolg gegen Donezk könnten die Glabdacher den Vorsprung auf den dritten Platz in der Gruppe auf vier Punkte ausbauen, da sich Real und Inter im direkten Duell die Punkte wegnehmen. Ein weiterer Punktgewinn gegen Inter oder Real könnte für die Borussia dann schon für den Achtelfinal-Einzug reichen.

Rose hält nichts von Rechenspielen

Von solchen Rechenspielen will Rose aber nichts wissen. "Wir müssen gewinnen und nicht an Dinge denken, die uns ablenken. Spielen wir doch erst einmal das Spiel. Danach können wir über die Konstellation reden", sagte er. Dennoch wird deutlich, wie wichtig ein Sieg gegen die Ukrainer wäre.

Donezk gegen Mönchengladbach - die Tor-Collage

Sportschau 03.11.2020 00:48 Min. Verfügbar bis 03.11.2021 ARD Von Marc Eschweiler


Rose warnte aber davor, den Gegner nach dem deutlichen Hinspiel-Erfolg zu unterschätzen: "Schachtjor wird völlig anders auftreten und versuchen, das Ganze wieder zu drehen", sagte er. Auch Christoph Kramer meinte angesichts der Hinrunde ohne Niederlage, dass die Borussia von nun an nicht mehr unterschätzt werde. "Es sollte keiner meinen, dass das ein Spaziergang wird. Wir werden hier im Borussia-Park ein ganz anderes Donezk erleben als beim 6:0 in Kiew", sagte Kramer der Rheinischen Post. 

Plea darf wieder trainieren

Helfen könnte gegen Donezk möglicherweise doch noch Alassane Plea. Der Franzose, der im Hinspiel drei Tore erzielt hatte, befindet sich nach seiner Corona-Infektion nicht mehr in Quarantäne. "Er ist wieder freigegeben und darf auch trainieren. Da müssen wir schauen, wie er das wegsteckt, weil er in den letzten Tagen zu Hause war und wenig trainiert hat", sagte Rose. Der ebenfalls mit Corona infizierte Ramy Bensebaini fehlt dagegen.

Gegner Donezk geht es indes nicht besser: Zwar ist der ukrainische Nationalspieler Junior Moraes nach dem abgesagten Länderspiel gegen die Schweiz wieder negativ getestet worden, doch Torhüter Anatolij Trubin, Abwehrspieler Waleri Bondar und Offensivakteur Marlos befanden sich zuletzt noch in Isolation.

Marco Rose: "Das Hinspielergebnis wird uns nicht helfen" Sportschau 24.11.2020 01:23 Min. Verfügbar bis 24.11.2021 Das Erste

Stand: 24.11.2020, 19:16