Manchester City gegen Gladbach nun doch in Budapest - Geldstrafe droht

In Budapest in der Puskas Arena trifft Borussia Mönchegladbach auf Manchester City.

Wegen deutscher Einreisebestimmungen

Manchester City gegen Gladbach nun doch in Budapest - Geldstrafe droht

Wie das Hinspiel muss auch das Rückspiel zwischen Manchester City und Borussia Mönchengladbach in Budapest stattfinden. Für die Gladbacher dürfte die Verlegung teuer werden.

Max Eberl war ein wenig voreilig. In der vergangenen Woche hatte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach verkündet, dass das Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals seines Klubs gegen Manchester City wie geplant in England stattfinden kann. Doch nun werden sich beide doch wieder an dem Ort treffen, an dem bereits das Hinspiel stattgefunden hat: in Budapest. Dies bestätigte die UEFA am Mittwoch.

Einreisebestimmungen machen Reise nach England unmöglich

Das Landesgesundheitsministerium hatte eine Sonderregelung gestrichen, die besagte, dass Einreisende nach Nordrhein-Westfalen lediglich eine verkürzte Quarantäne von fünf Tagen leisten müssen, sofern negative Coronatests vorliegen. Sie wich ab von der generellen Bestimmung des Bundes, wonach eine 14-tägige Quarantäne notwendig ist, wenn man aus einem Hochrisikogebiet wie England einreist. Diese Sonderregelung hätte den Borussen die Reise nach England ermöglicht.

Aufgrund der Streichung dieses Passus und den damit gültigen allgemeinen Einreisebestimmungen von und nach Deutschland musste die Partie nun verlegt werden. Denn sonst könnte die Borussia nach der Rückkehr 14 Tage keinen Spielbetrieb gewährleisten. Daher benachrichtigten die Gladbacher am Dienstagabend die UEFA, wie der Klub am Mittwoch mitteilte.

Millionenstrafe wie bei Leipzig ist zu erwarten

Gladbach droht daher nun eine saftige Geldstrafe - zu zahlen an das Heimteam Manchester City. RB Leipzig, das am Mittwochabend aus den gleichen Gründen das Rückspiel gegen den FC Liverpool ebenfalls in Budapest bestritten hat, muss zehn Prozent der Champions-League-Startprämie wegen der Verlegung an die "Reds" abdrücken.

Eberl: "Sanktionszahlung in siebenstelligem Bereich kurios" Sportschau 11.03.2021 01:03 Min. Verfügbar bis 11.03.2022 Das Erste

Im vergangenen Jahr wurden pro Klub 15,25 Millionen Euro ausgeschüttet. Sollte das auch in dieser Saison die Summe sein, beliefe sich die Geldstrafe also auf 1,525 Millionen Euro. Das droht nun auch Gladbach.

Stand: 11.03.2021, 10:10