BVB ohne Reus und Alcácer offensiv ungefährlich

Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre

BVB ohne Reus und Alcácer offensiv ungefährlich

  • Harmlose Dortmunder unterliegen bei Inter Mailand 0:2 (0:1)
  • Trainer Lucien Favre überrascht mit Bewertung des Spiels
  • BVB fehlte ohne Reus und Alcácer ein Zielspieler in der Spitze

Empfindlicher Rückschlag für die BVB-Mannschaft und den angezählten Trainer Lucien Favre. Borussia Dortmund geht angeschlagen in das Revierderby am Samstag beim FC Schalke. Nach dem 0:2 (0:1) bei Inter Mailand am Mittwoch (23.10.2019) im dritten Champions-League-Spiel rutschte der Revierclub in der Gruppe F vom ersten auf den dritten Platz ab und muss um den Einzug in das Achtelfinale bangen.

Nur ein Sieg beim Erzrivalen aus Gelsenkirchen am Samstag (15.30 Uhr) dürfte helfen, die schlechte Stimmung zu vertreiben. "Wir wissen, was dieses Spiel für uns bedeutet und welche Möglichkeiten es für uns birgt - sowohl in der Tabelle als auch für die Emotionen im Umfeld. Wir brauchen jetzt diesen Push", sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

Alle Hoffnungen, dass bereits das umjubelte 1:0 über Mönchengladbach am vergangenen Samstag nach zuvor drei Remis in der Bundesliga für eine Trendwende gesorgt haben könnte, erwiesen sich in Mailand als Wunschdenken.

Mit gnadenloser Kaltschnäuzigkeit zwangen die eigentlich über weite Strecken ähnlich harmlosen Italiener den BVB in die Knie. "Das war ein Spiel, das man nicht unbedingt verlieren muss. Inter war deutlich effektiver als wir", klagte Sportdirektor Michael Zorc.

Zorc: "Inter war deutlich effektiver" Sportschau 23.10.2019 00:57 Min. Verfügbar bis 23.10.2020 Das Erste

Um nicht für zusätzliche Unruhe zu sorgen, redete Favre den schwachen Auftritt in Mailand schön. "Ich denke, wir haben ganz okay gespielt. In der ersten Halbzeit waren wir sehr stabil", befand der Schweizer Fußball-Lehrer zur Verwunderung mancher Zuhörer.

Zorc: "Führen keine Trainerdiskussion"

Doch der Trainer genießt die volle Rückendeckung vom Vorstand. "Wir führen keine Trainerdiskussion. Wir sind froh, dass wir Lucien Favre haben", sagte Zorc und ergänzte: "Der Trainer hat sich mit der Aufstellung etwas überlegt. Einfach eine andere Situation zu kreieren. Ich denke, dass es eigentlich ganz gut aufgegangen ist, denn in der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen. Wir waren heute sicherlich nicht zwei Tore schlechter und das macht mich zuversichtlich für das Spiel in zwei Wochen."

Ohne Reus und Alcácer kein Zielspieler in der Spitze

Trainer Favre hatte improvisieren müssen. So waren die Westfalen, die auf Kapitän Marco Reus (Grippe) und Paco Alcácer (muskuläre Probleme) hatten verzichten müssen, mit Thorgan Hazard in der Sturmspitze in die Partie gegangen.

Ein richtiger Mittelstürmer ist der Belgier nicht. In Mailand wurde deutlich, dass ohne die beiden Stürmer ein Zielspieler in der Spitze fehlt, der Kader auf dieser Position möglicherweise zu dünn besetzt ist.

Hummels: "Es war extrem wenig los vor den Toren" Sportschau 23.10.2019 00:36 Min. Verfügbar bis 23.10.2020 Das Erste

Stand: 24.10.2019, 10:59