BVB gegen Zenit unter Druck

BVB-Trainer Lucien Favre beim Spiel gegen Lazio Rom

BVB gegen Zenit unter Druck

Nach der Auftaktniederlage bei Lazio Rom wird das zweite Gruppenspiel in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg für Borussia Dortmund zu einem kleinen Endspiel. Trainer Lucien Favre warnt vor dem Gegner.

Michael Zorc wurde deutlich: "Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben und müssen gewinnen", sagte der Sportdirektor von Borussia Dortmund vor dem Spiel in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg am Mittwoch (21 Uhr). Nach dem schwachen Auftritt bei Lazio Rom (1:3) am vergangenen Dienstag wird das zweite Gruppenspiel gegen den russischen Meister tatsächlich zu einer Art Endspiel.

Vor allem aus finanzieller Sicht wäre ein Weiterkommen in der als leicht angesehen Gruppe F für den BVB wichtig. Bei jedem Heimspiel ohne Zuschauer verliert der BVB Millionenbeträge. Einnahmen aus der Champions League kommen da natürlich gelegen.

Favre: "Brauchen eine große Leistung"

Gegen Zenit gehen die Dortmunder unbestritten als Favorit in die Partie. Trainer Lucien Favre warnt jedoch vor St. Petersburg: "Wir brauchen eine große Leistung, müssen sehr clever pressen und auch bei eigenem Ballbesitz sehr klug sein", sagte der Schweizer.

Ein internationales Schwergewicht ist der Doublesieger aus Russland, der sein erstes Gruppenspiel gegen den FC Brügge nach einem Gegentreffer in der Nachspielzeit mit 1:2 verlor, derzeit wahrlich nicht. Schließlich gewann das Team von Trainer Sergej Semak nur zwei der vergangenen zehn Champions-League-Partien und wartet seit zwölf Europapokal-Auswärtsspielen auf einen Sieg. Dennoch sagte Favre: "Diese Mannschaft hat gegen Brügge unnötig verloren und viele Torchancen verpasst."

Lucien Favre: "Zenit hat unnötig verloren gegen Brügge" Sportschau 27.10.2020 00:42 Min. Verfügbar bis 27.10.2021 Das Erste

Reus und Witsel könnten in Startelf rücken

Der 3:0-Derbysieg gegen den FC Schalke am vergangenen Samstag dürfte dem BVB Mut gemacht haben. Mit ähnlichem Eifer und ähnlicher Taktik sollen auch die Russen von Beginn an unter Druck gesetzt und der Sieg erzwungen werden. Gut möglich, dass Favre dabei auf frische Kräfte setzt. So könnten die gegen Schalke erst kurz vor dem Ende eingewechselten Marco Reus (77. Minute) und Axel Witsel (71.) sowie der von einem Muskelfaserriss genesene Thorgan Hazard in die Startelf rücken.

Keine weitere Rotation dürfte es dagegen auf der Torhüterposition geben. Nach der heiß diskutierten Maßnahme von Favre, den eigentlichen Stammkeeper Roman Bürki kurzzeitig durch Marwin Hitz zu ersetzen, scheint nun Bürki wieder erste Wahl zu sein. "Roman ist nicht mehr verletzt, und er ist nicht mehr krank", ließ Favre nur wissen.

Zuschauer nicht zugelassen

Im Gegensatz zum Revierderby gegen Schalke 04, bei dem noch 300 Zuschauer zugelassen worden waren, habe "das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium einen gleichlautenden Antrag des BVB für die Partie gegen Zenit St. Petersburg ablehnend beschieden". Somit muss der BVB auf Fan-Unterstützung im Stadion verzichten.

Das leise Revierderby

Sportschau 23.10.2020 01:48 Min. Verfügbar bis 23.10.2021 ARD Von Anne van Eickels


Stand: 27.10.2020, 18:24