BVB mit spanischer "Waffe" gegen Barcelona

Dortmunds Paco Alcácer (r.) freut sich mit Jadon Sancho (l) und Marco Reus über ein Tor

BVB mit spanischer "Waffe" gegen Barcelona

Von Julian Tilders

  • BVB-Stürmer Alcácer ist in Topform
  • Lizenzspielerchef Kehl: "Haben ein paar Waffen, um Barcelona wehzutun"
  • Einsatz von "Barca"-Superstar Messi wohl möglich

Der Spanier fühlt sich wohl im Revier. Sehr wohl. Borussia Dortmunds Stürmer Paco Alcácer wird immer besser, erzielte an den vier bisherigen Spieltagen der Bundesliga bereits fünf Tore, durfte zudem immer von Anfang an aufs Spielfeld.

Den Ruf als Edeljoker, der nur nach Einwechselungen treffen kann, hat er abgelegt. Bisher zeigte er sich topfit, verpasste nur zwölf Minuten Spielzeit und verdrängte Mario Götze aus dem Sturmzentrum.

Alcácer bei Barcelona außen vor

Am Dienstagabend (17.09.2019, 21 Uhr) bietet sich für ihn nun die Chance, gegen seinen Ex-Klub zu glänzen. Die Zeit beim FC Barcelona war für Alcácer ein schwieriges Kapitel. Zwischen 2016 und 2018 kam er dort lediglich auf 37 Liga-Einsätze, oft dauerten diese nur wenige Minuten. Das Star-Ensemble um Lionel Messi, Luis Suárez und Co. überstrahlte das Potenzial des wendigen Spaniers. "Ich bin gegangen, um wieder glücklich zu sein und zu spielen", sagte Alcácer rückblickend.

Umso glücklicher ist die Borussia, dass er sich nun in Topform befindet. "Wir haben ein paar Waffen, um Barcelona wehzutun", spielte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl sicherlich auch auf den Stürmer an. Kapitän Marco Reus führte aus: "Er ist ein eiskalter Torjäger, der nicht viele Chancen braucht."

Erstes Duell mit Barcelona seit über 20 Jahren

Im ersten Aufeinandertreffen mit Barcelona seit den zwei Spielen im UEFA Super Cup 1998 (0:2/1:1) könnte auch Messi, der nach einer Wadenverletzung wohl im Kader steht, den BVB vor Probleme stellen. "Ich würde mich freuen, wenn er spielen würde. Natürlich weiß jeder, dass sie mit Lionel Messi noch stärker sind, weil er einfach der beste Spieler der Welt ist", äußerte sich Reus, riet aber davon ab, zu viel über Messi zu sprechen. "Barca"-Trainer Valverde sagte: "Er hat zwei, drei Mal mit der Mannschaft trainiert und einen guten Eindruck gemacht."

Mittelfeldmann Axel Witsel machte jedoch deutlich: "Zu Hause können wir jeden schlagen." Trainer Lucien Favre hatte 1991 bei Barcelona unter Johan Cruyff hospitiert und sich vom Ballbesitzfußball inspirieren lassen. Er deutete bei der Pressekonferenz an, dass der BVB mit einem durchdachten Matchplan in die Partie gehen wird: "Wir werden da sein."

Schulz fehlt sicher, Piszczek könnte zurückkehren

Die Torhüter Marwin Hitz und Eric Oelschlägel fehlten beim Abschlusstraining. Favre muss zudem weiter auf Verteidiger Nico Schulz (Fußverletzung) verzichten. Dafür könnte womöglich der zuletzt angeschlagene Lukas Piszczek hereinrücken. Reus prophezeite, der BVB werde in diesem Spiel auch "leiden müssen". Das anstehende Highlight gegen Barcelona könnte bei einem Erfolg das Selbstvertrauen des Teams weiter stärken.

Stand: 16.09.2019, 18:39