Fußball | Champions League

BVB-Abschied aus der Champions League: "Geht ums Prestige"

Dass es für Borussia Dortmund nach der Winterpause nur in der Europa League weitergeht, ist bereits sicher. Trotzdem will der BVB sich am Dienstag (06.12.2021) im Heimspiel gegen Besiktas Istanbul mit einem Sieg aus der Königsklasse verabschieden.

Nach der Niederlage im Spitzenspiel ist vor dem Champions-League-Abschied. Eigentlich wollte der BVB als Spitzenreiter in die Woche starten, doch nach dem verlorenen Duell mit Bayern München beträgt der Rückstand auf Platz eins nun vier Punkte, und die Dortmunder stehen als Verlierer da.

DFB ermittelt gegen Jude Bellingham

Ob als gute oder schlechte, darüber scheiden sich die Geister. Klar ist, dass Schiedsrichter Felix Zwayer beim 3:2-Sieg der Bayern einige knifflige Entscheidungen zu treffen hatte und die Dortmunder mit diesen sehr unzufrieden waren.

Neben einer Gelb-Roten Karten für den meckernden BVB-Coach Marco Rose, zieht das auch Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses gegen Jude Bellingham nach sich. Der 18-jährige Offensivspieler der Dortmunder hatte nach dem Spiel, das durch einen umstrittenen Elfmeter für Bayern entschieden wurde, im norwegischen TV auf den Hoyzer-Skandal angespielt: "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?", sagte er.

Heimspiel gegen punktlose Istanbuler

Hintergrund: Zwayer war in den 2005 aufgedeckten Wettskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt. Er war erst Hoyzers Assistent auf dem Spielfeld, später dann Kronzeuge im Prozess gegen ihn.

Laut Akten hat Zwayer damals 300 Euro erhalten, um bestimmte Entscheidungen herbeizuführen. Zwayer bestreitet das. Auch eine Spielmanipulation hat Zwayer stets abgestritten, sie wurde ihm auch nicht nachgewiesen.

Sportdirektor Michael Zorc verteidigte Bellingham. Er sagte:"Der Junge ist 18, spricht nach einem hitzigen, emotionalen Spiel. Er benennt alte Fakten, das muss man nicht machen."

Die Niederlage wie das unrühmliche Nachspiel muss der BVB zum Wochenstart nun aus den Beinen schütteln, um eine verkorkste Champions-League-Saison zumindest mit einem Erfolgserlebnis zu beenden. Eine Niederlage wäre im Heimspiel (21 Uhr) gegen das punktlose Schlusslicht der Gruppe C, Besiktas Istanbul, ein Rückschlag, den der BVB vor dem Ligaspiel beim VfL Bochum am kommenden Samstag nicht braucht.

"Das ist kein Goldene-Ananas-Spiel. Es geht ums Prestige, es geht um Geld für den Verein und es geht darum, dass wir ein paar Sachen in der Champions League wieder geraderücken", sagte Rose am Montag.

Julian Brandt fällt vorerst aus

Die Dortmunder werden ihren vorerst letzten Auftritt in der Königsklasse ohne Nationalspieler Julian Brandt absolvieren. Der 25-Jährige, der den BVB im Topspiel mit 1:0 in Führung gebracht hatte, verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Bayern-Innenverteidiger Dayot Upamecano am Kopf.

Er befindet sich aber auf dem Weg der Besserung: "Mir geht es mittlerweile wieder gut. Schade, dass es für mich nicht weitergehen konnte. Jetzt braucht der Schädel ein paar Tage Ruhe, bis ich wieder zurück bin", schrieb Brandt bei Instagram.