Rode-Aussagen sorgen für neuen Wirbel beim BVB

Dortmunds Trainer Peter Stöger

Rode-Aussagen sorgen für neuen Wirbel beim BVB

  • BVB-Profi Rode rechnet mit einem neuen Trainer
  • Sportdirektor Zorc: Noch keine Entscheidung
  • Klubboss Watzke kündigt Konsequenzen für Rode an.

Die Stimmung bei Borussia Dortmund bleibt angespannt. Einen weiteren Beleg lieferte der TV-Auftritt von Sebastian Rode, der für reichlich Nachhall und neue Unruhe sorgte.

"So, wie er sich auch ausdrückt in der Kabine, gehen wir davon aus, dass wir nächste Saison einen neuen Mann haben werden", hatte der derzeit verletzte BVB-Profi Sebastian Rode am Sonntag (06.05.2018) bei "Sky" über den aktuellen Trainer Peter Stöger gesagt. Wer es wird, wisse er nicht. Der laut Medienberichten im Klub favorisierte Lucien Favre sei aber "spannend", schob Rode hinterher.

Watzke: Konsequenzen für Rode

Weil Rode außerdem Kritik an Stöger wegen der zwischenzeitlichen Ausbootung von Kapitän Marcel Schmelzer äußerte, der zeitweise auf der Tribüne Platz nehmen musste - ("unglücklich gelaufen, das hätte man anders lösen können") - war bei Dortmunds Verantwortlichen einmal mehr Krisenmanagement angesagt.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte gegenüber dem "kicker" (Montagsausgabe) bereits Konsequenzen für Rode an. "Wir werden ihn zu einem Gespräch bitten und ihn entsprechend sanktionieren."

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sagte gegenüber Funke Mediengruppe, dass in der Trainer-Frage noch keine Entscheidung gefallen sei: "Es gibt keinen neuen Stand, was er gesagt hat, mag sein subjektives Empfinden sein. Wir haben mit der Mannschaft nicht über das Thema gesprochen", sagte Zorc und maßregelte Rode im offiziellen, arbeitsrechtlichen Jargon: "Spieler haben sich im Zuge laufender Entscheidungsprozesse natürlich nicht zu Klubpersonalien und Trainerentscheidungen zu äußern."

Debatte um Stöger geht weiter

Die Debatte, wer den BVB in der kommenden Saison trainiert, wird die Klubbosse aber weiter begleiten. Stöger war im Dezember zum BVB gekommen und besitzt einen Vertrag bis zum Saisonende. Der Österreicher konnte die Erwartungen offenbar nicht völlig erfüllen und soll laut übereinstimmenden Medienberichten abgelöst werden.

Vor dem 34. und letzten Spieltag der Bundesliga kämpfen die Dortmunder noch um die Teilnahme an der Champions League, am Samstag verloren die Schwarz-Gelben das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 überraschend mit 1:2.

Stöger: "Wir waren nicht präsent genug"

Sportschau | 07.05.2018 | 01:35 Min.

Stand: 07.05.2018, 10:00