Aubameyangs Extratouren - es brodelt beim BVB

Pierre-Emerick Aubameyang (BVB) gestikuliert

Aubameyangs Extratouren - es brodelt beim BVB

  • Die Unruhe beim BVB um Pierre-Emerick Aubameyang hält an.
  • Kapitän Marcel Schmelzer äußerte öffentlich Kritik am Torjäger.
  • Schmelzer: "Auch Auba weiß, dass es für uns kein Thema sein darf."

Auf dem Rasen lässt sich Pierre-Emerick Aubameyang nichts zu Schulden kommen. Mit zwei Treffern hatte Dortmunds Top-Stürmer am Montag (08.01.2018) entscheidenden Anteil am 3:2-Sieg gegen Waregem im abschließenden Test vor dem Rückrundenauftakt.

Außerhalb des Platzes sieht es aber offenbar anders aus. Die Extratouren und Wechselgerüchte, die aus seinem Umfeld oder auch zum Teil von ihm selbst befeuert werden, sieht man beim BVB nicht als großes Problem, zumindest nach offizieller Maßgabe. Die Nebengeräusche seien "nicht so die große Baustelle", war im Trainingslager von Marbella von Trainer Peter Stöger zu hören. "Ein Problem wird es dann, wenn es die restliche Mannschaft betrifft. Und den Eindruck habe ich ganz einfach nicht."

Aubameyangs Extratouren - es brodelt beim BVB

Doch innerhalb der Mannschaft brodelt es offenbar mehr, als die Klubführung es nach außen zugeben mag. Nachdem Aubameyang wegen der Fußballer-Wahl in Afrika verspätet im Trainingslager in Marbella eintraf und zudem noch Familienmitglieder im Teamhotel einquartierte, als einziger BVB-Profi, äußerte nun Kapitän Marcel Schmelzer im TV-Sender Sky Kritik.

"Wir als Mannschaft haben oft darüber gesprochen. Ich glaube, auch Auba weiß, dass es für uns kein Thema sein darf", sagte der derzeit verletzte Verteidiger mit Blick auf die lange Liste mit Eskapaden des Stürmers aus Gabun. Erst im vergangenen November war er für ein Spiel aus dem Kader geflogen, "aus disziplinarischen Gründen", nachdem er offenbar mehrmals zu spät beim Training erschienen war.

Schmelzer: Kann zu "Riesen-Brand werden"

"Es sind für uns so kleine Störfeuer, die einfach, wenn man sie nicht löscht und darüber spricht, zu einem Riesen-Brand werden", warnte Schmelzer nun. Die Mannschaft, so Schmelzer, mache sich Gedanken, wie besagter Brand verhindert werden könne. "Wir lesen das, nehmen das wahr, sprechen das natürlich an. Aber wir klären das innerhalb der Mannschaft - das ist das Wichtigste."

Dortmund im Trainingslager in Marbella

Sportschau | 07.01.2018 | 02:20 Min.

Wechselgerüchte reißen nicht ab

Begleitet wird die Diskussion in der Winterpause von den inzwischen üblichen Gerüchten über den bevorstehenden Abgang des Stürmers. Angeblich, so hieß es aus China, würde der BVB ihn für 72 Millionen Euro zum dortigen Erstligisten Guangzhou ziehen lassen. Diese Meldung wurde von der Klubführung zwar umgehend dementiert. Im vergangenen Dezember war zudem bekannt geworden, dass der Kontrakt mit Aubameyang stillschweigend um eine weitere Saison bis 2021 verlängert worden war. Doch Aubameyang selbst hält die Gerüchte immer wieder am Laufen, vorzugsweise in Interviews mit französischsprachigen Medien. Mit deutschen Journalisten spricht Aubameyang nicht, wie die WAZ zuletzt beklagte. Das Beste, wohl auch für ihn selbst, wäre, wenn er bald wieder Tore für sich sprechen lassen würde.

Stand: 08.01.2018, 11:30