Bayer Leverkusen hofft in München auf Havertz

Leverkusens Kai Havertz (l.) und Karim Bellarabi klatschen auf dem Spielfeld ab

Bayer Leverkusen hofft in München auf Havertz

Von Julian Tilders

  • Kai Havertz wohl vor Comeback im Spiel gegen Bayern München
  • Leverkusen-Trainer Peter Bosz rechnet sich Chancen aus
  • Verteidiger Sven Bender kennt Torjäger Robert Lewandowski gut

Seine fußballerischen Fähigkeiten wirken wie ein Lockstoff auf die großen Klubs. Immer wieder kursieren in den Medien Gerüchte über eine Mega-Ablöse für Bayer Leverkusens Kai Havertz - er ist längst das Aushängeschild der Werkself, das bleibt natürlich international nicht unbemerkt. Beim Golden-Boy-Award 2019 der italienischen Zeitung Tuttosport für den besten U21-Spieler wurde er zuletzt auf den dritten Platz gewählt.

Havertz zuletzt ein wenig ausgebremst

In der laufenden Saison absolvierte Havertz wettbewerbsübergreifend 16 Partien, erzielte drei Tore und legte einen Treffer auf. Ein wenig ausgebremst wurde er von einer kurzen Erkrankung - er fehlte deswegen gegen Werder Bremen - und zuletzt von einem Muskelfaserriss, der ihn die Einsätze gegen den SC Freiburg und Lokomotive Moskau kostete.

Comeback gegen Bayern München möglich

Nun steht er im Spiel gegen Bayern München am Samstag (30.11.2019, 18.30 Uhr) wohl vor dem Comeback. "Er hat mittrainiert, das war gut", gab Cheftrainer Peter Bosz am Freitag einen kurzen Einblick in Havertz' Genesungsprozess.

Ob er schon wieder bei 100 Prozent ist, lässt sich natürlich nicht sagen. Auch sollten keinesfalls alle Hoffnungen für das Spiel gegen den Rekordmeister auf den Schultern des 20-Jährigen lasten. Aber: Havertz kann unbestritten ein Faktor sein, der im richtigen Moment ein Spiel entscheiden kann.

Bosz über die Bayern: "Die haben Wind im Rücken" Sportschau 29.11.2019 00:29 Min. Verfügbar bis 29.11.2020 Das Erste

Bosz hofft auch auf Sven Bender

Für das Spiel beim Tabellendritten aus München rechnet sich der Trainer durchaus Chancen aus. Bosz gab sich kampflustig: "Wir wollen in München auch punkten. Ich glaube, dass das möglich ist." Sportchef Rudi Völler schätzte die Partie als "Bonus-Spiel" ein, bei dem man nichts zu verlieren habe. Der letzte Leverkusener Sieg in München gelang im Oktober 2012.

Laut Bosz sei auch der Einsatz von Abwehrspieler Sven Bender wichtig, der während seiner Zeit bei Borussia Dortmund vier Jahre lang mit Bayern-Torjäger Robert Lewandowski zusammengespielt hat. "Ich glaube, dass das ein Vorteil sein kann. Er kennt ihn sehr, sehr gut", sagte der Niederländer.

Euphorie aus der Champions League mitnehmen

Am Dienstag hatte Bender gegen Lokomotive Moskau in der Champions League mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand maßgeblichen Anteil daran, dass Leverkusen nun in Europa überwintert. Ein Schub für das Selbstvertrauen der Werkself vor dem Aufeinandertreffen mit den Bayern.

"Das war die perfekte Vorbereitung für das München-Spiel. Es wäre schön, auch mal in der Bundesliga einen Großen zu schlagen", zeigte sich Torhüter Lukas Hradecky zuversichtlich.

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Sportschau 26.11.2019 03:13 Min. Verfügbar bis 26.11.2020 ARD Von ARD-Reporterin Daniela Müllenborn

Stand: 29.11.2019, 15:59