Niederrheinpokal: Wuppertal zittert sich zum Sieg über Straelen

Der Wuppertaler SV bejubelt das 1:0 durch Semir Saric im Finale des Niederrheinpokals gegen den SV Straelen.

Niederrheinpokal: Wuppertal zittert sich zum Sieg über Straelen

Der Wuppertaler SV hat den Niederrheinpokal gewonnen und sich damit einen Startplatz in der 1. Runde des DFB-Pokals gesichert.

Im Finale in Duisburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert am Samstag gegen den Regionalliga-Konkurrenten SV Straelen mit 2:1 (1:0) durch. Durch das Erreichen des DFB-Pokals streicht der finanziell gebeutelte Klub eine Prämie von mindestens 130.000 Euro ein. Für Wuppertal war es der siebte Titel im Landespokal. Zuletzt war der WSV 2007 im DFB-Pokal vertreten.

"Wenn mir das jemand bei meinem Amtsantritt gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt", sagte Mehnert. "Ich war davon ausgegangen, dass wir um den Klassenverbleib spielen. Und jetzt hat die Mannschaft eine Riesen-Serie in der Meisterschaft gespielt und diese mit dem Pokalsieg gekrönt."

Der WSV hatte im Halbfinale den Drittligisten MSV Duisburg mit 6:2 aus dem Stadion geschossen, Straelen hatte Rot-Weiss Essen 6:4 nach Elfmeterschießen bezwungen.

Beide Mannschaften hatten zuletzt einige Leistungsträger geschont und traten in Bestbesetzung an. Wuppertal machte in der Anfangsphase das Spiel, die defensiv eingestellten Straelener lauerten auf Konter. Nach fünf Minuten hatte Wuppertals Beyhan Ametov die erste Möglichkeit, scheiterte jedoch mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Nach einer WSV-Ecke köpfte Benjamin Uphoff (8.) deutlich über das Tor.

Wuppertaler SV holt Niederrhein-Pokal und DFB-Pokal-Einzug Sportschau 29.05.2021 03:07 Min. Verfügbar bis 29.05.2022 Das Erste

Mizuta vergibt Riesenchance - Saric trifft

Auch ein Kopfball von Wuppertals Marco Königs (31.) verfehlte das Gehäuse klar. Eine Minute später hatte Straelen seine erste Chance - die bis dahin beste des Spiels: Kaito Mizuta (32.) ließ im WSV-Strafraum zwei gegnerische Spieler aussteigen, doch sein Schuss aus etwa sieben Metern strich Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

Die ausgelassene Großchance bestrafte Wuppertal wenige Minuten später. Nach einem langen Einwurf von der linken Seite landete der Ball über Umwege vor den Füßen von Semir Saric (38.), der Straelens Keeper Robin Udegbe aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Kurz vor der Pause wurde Straelens Angreifer Cagatay Kader (42.) beim Kopfball im Wuppertaler Strafraum deutlich geschoben, doch trotz großer Proteste des SV gab es keinen Elfmeter.

Hagemann erhöht nach der Pause

Unmittelbar nach der Halbzeitpause legte Wuppertal das 2:0 nach. Mit einem Steilpass aus dem Mittelfeld hebelte Marco Königs die gesamte Straelener Abwehr aus und bediente den durchgestarteten Kevin Hagemann (47.), der im Eins-gegen-Eins-Duell mit Udegbe die Nerven behielt und den Ball mit dem Außenrist am SV-Torwart vorbeischob.

Straelen musste nun offensiver agieren und kam gegen inzwischen zu passive Wuppertaler zum Anschlusstreffer. Eine präzise Flanke von der linken Seite erreichte in der Mitte Kader (66.), der WSV-Keeper Sebastian Patzler mit einem Kopfball überwand. Straelen hielt den Druck weiter hoch, der WSV hatte kaum noch Entlastungsangriffe. Doch in der Schlussphase hielt Wuppertal wieder stärker dagegen, warf sich in die Zweikämpfe und rettete die Führung ins Ziel.

Stand: 29.05.2021, 14:56