Regionalverband will Schiedsrichter besser gegen Gewalt schützen

Amateurfußball, Schiedsrichter

Regionalverband will Schiedsrichter besser gegen Gewalt schützen

  • FVM beschließt Maßnahmen zum Schiedsrichter-Schutz
  • Thema "Gewaltprävention" verpflichtend in allen Lehrgängen
  • Runder Tisch für weitere Lösungen gegen Gewalt im Amateurfußball

Der Fußball-Verband Mittelrhein hat auf die jüngsten Übergriffe auf Schiedsrichter reagiert und am Donnerstag (05.12.2019) ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Gewalt auf Fußballplätzen beschlossen. Demnach sollen Schiedsrichter künftig intensiv in Deeskalationsstrategien geschult werden und bei Gewaltanwendung eine professionelle Nachbetreuung erhalten.

Wie der FVM weiter mitteilte, wird ab dem kommenden Jahr das Thema "Gewaltprävention" verpflichtend in allen Lehrgängen für Trainer, Unparteiische und Vereinsmitarbeiter eingeführt. Außerdem will sich der Verband bei Gewalt gegen Schiedsrichter konsequent an entsprechenden Verfahren beteiligen.

"Ohne Unparteiische ist unser Sport nicht denkbar"

"Wir wollen zurück zu einem respektvollen Umgang aller Akteure miteinander auf dem Platz", erklärte FVM-Präsident Bernd Neuendorf die Maßnahmen und gab zu bedenken: "Ohne Unparteiische ist unser Sport nicht denkbar."

Bernd Neuendorf: "Es sind die kleinen Dinge, die Gewalt verhindern können" Sportschau 18.11.2019 00:25 Min. Verfügbar bis 18.11.2020 Das Erste

Er erklärte auch, dass es nicht bei diesem Maßnahmenpaket bleiben soll. Ab Januar 2020 werde es in allen neun Fußballkreisen des Verbandsgebiets einen Runden Tisch geben. Dabei werden Schiedsrichter, Vereinsvertreter sowie Kreismitarbeiter und Vertreter des FVM gemeinsam weitere Lösungen gegen Gewalt im Amateurfußball erarbeiten.

"Wir lassen bei diesem Thema nicht locker und machen Betroffene zu Beteiligten", so Neuendorf. "Alle werden die Möglichkeit haben, aktiv an der Umsetzung weiterer Schritte mitzuwirken."

Stand: 05.12.2019, 17:55