Zweikampf zwischen Yassin Ibrahim (l./SV Rödinghausen) und Nicolai Remberg (Preußen Münster)

Rödinghausen gewinnt Elfmeterkrimi gegen Münster im Westfalenpokal

Stand: 21.05.2022, 18:50 Uhr

Der SV Rödinghausen hat sich einmal mehr als Angstgegner von Preußen Münster entpuppt und das Finale im Westfalenpokal im Elfmeterschießen gewonnen.

Bereits in der abgelaufenen Saison in der Regionalliga West war Rödinghausen gegen den Vizemeister ungeschlagen geblieben. Mit dem 4:3-Sieg (0:0, 1:1) nach Elfmeterschießen gelang am Samstag zudem der vierte Sieg gegen Münster in diesem Wettbewerb seit 2016.

Münster spielbestimmend, aber harmlos

Im letzten Spiel im alten Preußenstadion, das ab diesem Sommer umgebaut wird, gab Münster vor 6.480 Zuschauern vom Anpfiff weg den Ton an. Thorben Deters zwang Rödinghausens Alexander Sebald zu einer ersten starken Parade (6.). Trotz wesentlich mehr Spielanteilen hatte Münster lange Schwierigkeiten, sich gute Chancen zu erspielen. Deniz-Fabian Bindemann verpasste in der 29. Minute mit einem Kopfball nur knapp das 1:0 für die Hausherren.

Marceta aus der Distanz, Teklab vom Punkt

Nachdem in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs auf beiden Seiten wenig passiert war, vollzogen beide Trainer erste Spielerwechsel, um neue Impulse zu setzen. Diese Rechnung ging bei Rödinghausen auch umgehend auf. Der eingewechselte Damjan Marceta traf mit einem Schuss aus 20 Metern die Unterkante der Latte, von der der Ball ins Tor sprang (62.). Aber Münster kam schnell zurück. Nach einem Foul von Julian Wolff am eingewechselten Gerrit Wegkamp gab es Elfmeter für die Preußen, den Henok Teklab sicher verwandelte (71.). Das Spiel wurde zunehmend hitziger mit vielen Fouls und Diskussionen. Wegkamp hatte kurz vor Schluss mit einem Kopfball noch die Chance zum Siegtor für Münster, verfehlte das Tor aber knapp (86.). Stattdessen ging es nach dem Schlusspfiff umgehend ins Elfmeterschießen.

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Sebald pariert drei Elfmeter

Mit Julian Schauerte und dem Torschützen Marceta verwandelten die ersten beiden Schützen sicher, bevor Münsters Jan Dahlke und Rödinghausens Wolff an den Torhütern Alexander Sebald und Max Schulze Niehues scheiterten. Simon Scherder legte für Münster wieder vor, Kevin Hoffmeier zog nach. Teklab, der im Spiel noch vom Punkt getroffen hatte, scheiterte mit einem Schuss in die Mitte an Sebald. Nach Mirko Schusters sicher verwandeltem Elfmeter lag der Vorteil beim SVR, dessen Torhüter Sebald auch den Elfmeter von Darius Ghindovean hielt und zum Pokalhelden avancierte.

Finaltag der Amateure: SC Preußen Münster gegen SV Rödinghausen

Sportschau 21.05.2022 01:54:39 Std. Verfügbar bis 21.05.2023 Das Erste