Lunga schießt Straelen zum Sieg im Niederrheinpokal

Stand: 21.05.2022, 18:06 Uhr

Der SV Straelen hat zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Niederrheinpokal gewonnen.

Im Duell zweier Regionalligisten setzte sich der SVS am Samstag mit 1:0 (0:0) gegen den Wuppertaler SV durch und qualifizierte sich damit für die erste Runde im DFB-Pokal.

Der WSV hatte die abgelaufene Spielzeit in der Regionalliga West auf einem starken dritten Platz abgeschlossen, Straelen gelang als Tabellen-15. gerade eben der Klassenerhalt. Im Halbfinale hatte sich Wuppertal gegen Rot-Weiss Essen durchgesetzt (3:1), Straelen gegen gegen den MSV Duisburg (1:0).

Ausgeglichene erste Halbzeit

Toshiaki Miyamoto (SV Straelen/r.) im Zweikampf mit Wuppertals Kingsley Sarpei | Bildquelle: Getty Images/Christof Koepsel

In der Neuauflage des Endspiels aus dem vergangenen Jahr, das der WSV mit 2:1 gewann, lieferten sich beide Teams vor 6.522 Zuschauern in Duisburg in der Anfangsphase einen offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Nach einem Schuss von Kingsley Sarpei (27.) brandete erstmals Jubel im größtenteils mit WSV-Fans besetzten Duisburger Stadion auf, der Ball war aber nur im Außennetz gelandet. Auf der anderen Seite kam Cagatay Kader frei zum Kopfball, traf den Ball aber nicht richtig und konnte WSV-Keeper Sebastian Patzler nicht überwinden (36.). Auch in der 41. Minute scheiterte Kader an Patzler. So blieb es zur Pause bei einem leistungsgerechten 0:0.

Lunga mit dem Führungstreffer

Wenige Minuten nach der Pause ging Straelen in Führung. Kelvin Lunga, der kommende Saison für Rot-Weiß Oberhausen spielen wird, schloss einen schönen Angriff des SVS mit einem flachen Schuss unter Patzler hindurch ins Tor ab (52.). Straelen hatte das Geschehen nun gut im Griff, verteidigte stark und kam immer wieder zu gefährlichen Kontern. Stattdessen hatte Straelen in der 71. Minute die große Möglichkeit zum 2:0, doch Patzler parierte einen Kopfball von Dacain Baraza glänzend.

Paris hält Elfmeter, Pytlik sieht Rot

Dafür gab es für den WSV die Chance zum Ausgleich vom Elfmeterpunkt. Nach einem Foul von Toshiaki Miyamoto an Valdet Rama trat Kevin Rodrigues-Pires zum Strafstoß an, scheiterte aber an SVS-Schlussmann Julius Paris (78.). In der Schlussphase warf der WSV noch einmal alles nach vorne, mehr als eine Kopfballchance von Marco Königs, die Paris parierte, sprang jedoch nicht heraus. In der Nachspielzeit sah Wuppertals Kevin Pytlik noch die Rote Karte für ein rüdes Foul und leistete sich danach noch eine Tätlichkeit. Straelen verteidigte die knappe Führung erfolgreich bis zum Schlusspfiff und sicherte sich so den Pokalsieg.

Finaltag der Amateure - Straelen gegen Wuppertal in voller Länge Sportschau 21.05.2022 01:37:17 Std. Verfügbar bis 21.05.2023 Das Erste