Regionalliga West: Essen gegen Ahlen - die Tore

Sportschau 14.05.2022 00:32 Min. Verfügbar bis 14.05.2023 Das Erste

Regionalliga: RW Essen steigt in die 3. Liga auf

Stand: 14.05.2022, 21:34 Uhr

Riesenjubel in Essen: Rot-Weiss Essen hat sich am letzten Spieltag die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga West gesichert und steigt in die 3. Liga auf. Konkurrent Preußen Münster muss sich dagegen mit einem weiteren Jahr Viertklassigkeit abfinden.

Von Peter Herrlich

Rot-Weiss Essen besiegte am Samstag im ausverkauften Stadion an der Hafenstraße Rot-Weiß Ahlen mit 2:0 (1:0) und machte damit den Aufstieg perfekt. Denn Preußen Münster gewann zeitgleich sein Heimspiel am letzten Regionalliga-Spieltag zwar auch; nach dem 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Köln II belegt Münster in der Abschlusstabelle aber wegen der um drei Tore schlechteren Tordifferenz nur den zweiten Platz hinter Essen.

"Endlich 3. Liga", jubelte RWE-Torjäger Simon Engelmann. "Ich habe darauf zwölf Jahre gewartet, der Verein 14 Jahre. Ich bin froh und stolz, dass wir das gepackt haben."

RWE hatte den ersten Tabellenplatz am vorletzten Spieltag durch einen Patzer der Preußen zurückerobert, die beim SC Wiedenbrück nur 0:0 spielten. Die Konkurrenten gingen somit punktgleich in den letzten Spieltag, wobei Essen das leicht bessere Torverhältnis vorweisen konnte.

Essen von Anfang an dominant

Cedric Harenbrock von Rot Weiss Essen rennt jubelnd auf die Fans zu

Essens Cedric Harenbrock bejubelt seinen Treffer

Die Essener zeigten sich im Spiel gegen Ahlen am Samstag von Beginn an gewillt, die Spitzenposition auch im Saisonfinale erfolgreich zu verteidigen. Vor 16.650 Zuschauern an der Essener Hafenstraße entwickelte sich schon früh ein Spiel auf ein Tor, nämlich das der Ahlener. In der 28. Spielminute fiel dann der umjubelte Führungstreffer für RWE: Eine Flanke durch Oguzhan Kefkir von der linken Angriffsseite köpfte Mittelfeldspieler Cedric Harenbrock aus drei Metern ins Netz.

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Auch nach der Halbzeitpause behielt RWE die Spielkontrolle. Mehrere gute Chancen blieben zunächst ungenutzt, doch dann kam ein langer Einwurf von links durch bis in den Ahlener Fünfmeterraum, wo Simon Engelmann per Kopf zum 2:0 traf (60.) - sein 24. Saisontreffer. In der Folge vergab Essen noch weitere Großchancen durch Isaiah Young (70.), Kefkir (74.), Felix Bastians (77.).

Weitere Treffer fielen in Essen nicht, es blieb bis zum Abpfiff beim 2:0. Der Jubel an der Hafenstraße war dann riesengroß. Noch bevor das Spiel in Münster abgepfiffen war, stürmten die RWE-Fans auf das Spielfeld und feierten. Der Verein hatte dabei vorher extra darum gebeten, nicht den Platz stürmen und vor allem den Rasen heile zu lassen, weil am Sonntag im gleichen Stadion das Spiel der Frauen-Bundesliga zwischen der SGS Essen gegen Jena stattfinden sollte. Wegen Beschädigungen am Rasen musste das SGS-Heimspiel nun aber in den "Sportpark am Hallo" verlegt werden.

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Münster dreht das Spiel gegen Köln II

Münsters Manuel Farrona Pulido ärgert sich über eine vergebene Torchance

Münsters Manuel Farrona Pulido

Preußen Münster hatte im Heimspiel gegen den 1. FC Köln II seine Mühe mit den Gästen. Münster präsentierte sich engagiert, teilweise aber auch nervös. Ein abgefälschter Schuss von Alexander Langlitz verfehlte das Gäste-Tor knapp (29. Minute). Manuel Farrona Pulido vergab eine weitere Chance (34.).

Einige Minuten nach der Botschaft von der Essener Führung gab es dann den nächsten Schock für Münster: Bei einem schnell vorgetragenen Gäste-Angriff kam der Ball zum Kölner Joshua Schwirten, der im Münsteraner Strafraum die Nerven behielt und den Ball rechts oben ins Netz schoss (38.).

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Münster gab nicht auf und kam mit neuem Elan aus der Kabine. In der 49. Minute brandete dann der Jubel unter den 14.000 Zuschauern im Preußenstadion auf: Einen Pass von Manfred Osei Kwadwo in den Rückraum nahm Thorben Deters aus etwa zwölf Metern direkt und traf ins Kölner Tor. Münster erhöhte mit zunehmender Spieldauer weiter den Druck und ging dann auch in Führung: Nach einem Freistoß von der rechten Seite landete der Ball bei Marcel Hoffmeier, dessen Schuss links unten im Gäste-Tor einschlug (72.).

Münster machte fortwährend Druck, zu einem weiteren Treffer reichte es aber nicht mehr; es blieb beim 2:1. So müssen die Westfalen ein weiteres Jahr viertklassig spielen. Dennoch blieb es rund um das Spiel in Münster - wie auch in Essen - friedlich, wie die Polizei mitteilte.