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Preußen Münster: Fanbeauftragter soll zum "Böllerwurf" aufgerufen haben

Stand: 11.05.2022, 11:17 Uhr

Kurz vor dem Aufstiegs-Finale in der Regionalliga hat sich der SC Preußen Münster von einem Fanbeauftragten getrennt. Der Mitarbeiter habe zum "Böllerwurf" im Stadion aufgerufen, hieß es.

"Der ehrenamtlich für den Verein tätige 51-Jährige hatte sich kurz vor dem Fernduell mit Rot-Weiss Essen in sozialen Netzwerken geäußert und den Böllerwurf in Essen, durch den drei Personen teils erheblich verletzt wurden, zum Anlass eines nicht zu vertretenden Kommentars genommen", teilte der Fußballklub Preußen Münster auf seiner Homepage mit. Am Samstag kämpfen Münster und Rot-Weiss Essen im Fernduell um den Aufstieg in die 3. Liga.

Während Münster den 1. FC Köln II empfängt, spielt Rot-Weiss Essen gegen Rot Weiss Ahlen. Laut dem Portal "100ProzentMeinSCP" und "Reviersport" hatte der Fanbeauftrage angeblich auf einer nicht-öffentlichen Facebook-Seite eines Bekannten dazu aufgerufen, Böller auf die Ahlener Spieler zu werden, "aber nur falls notwendig und sich kein Essener Idiot finden sollte".

Spiel zwischen Essen und Münster abgebrochen

Der Kommenter soll eine Anspielung auf die Partie zwischen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster am 20. Februar gewesen sein. Das Spiel war abgebrochen worden, nachdem ein Essener Fan einen Böller in Richtung der Münsteraner Auswechselspieler geworfen hatte. Das Gericht des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes wertete die Partie mit 2:0 für Münster.

"Die getroffenen Aussagen sind nicht zu entschuldigen und widersprechen den Werten, für die der SC Preußen Münster und seine Fans stehen", sagte Preußens Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. Der Fanbeauftrage sei am Dienstag von seinem Amt zurückgetreten. "Damit kam er einer unausweichelichen Entscheidung des Vereins aber nur zuvor", hieß es in der Vereinsmitteilung.

Quelle: lt