1. FC Kaan-Marienborn

Neue Gesichter in der RL West: Düren, Bocholt und Kaan-Marienborn steigen auf

Stand: 30.05.2022, 15:04 Uhr

Am Sonntagnachmittag war der Jubel groß in den nordrheinwestfälischen Oberligen. Gleich drei Teams krönten sich vorzeitig zum Meister und feierten den Aufstieg in die Regionalliga West.

In der kommenden Saison ist vieles neu in der Regionalliga West. In der Saison 2022/23 werden nicht mehr 20, sondern nur noch 18 Teams an den Start gehen. Fünf Teams stehen bereits als Absteiger fest, vier Oberliga-Mannschaften kommen neu dazu. Mit dem 1. FC Bocholt, dem 1. FC Düren und dem 1. FC Kaan-Marienborn stehen drei Aufsteiger seit Sonntagnachmittag fest.

Absteiger aus der Regionalliga West 2021/22
Bonner SC
FC Wegberg-Beeck
VfL Sportfreunde Lotte
KFC Uerdingen 05
VfB Homberg

1. FC Düren zum ersten Mal in der Regionalliga

In der Mittelrheinliga setzte sich am Sonntag Düren mit 4:0 beim Blau-Weiß Friesdorf durch und sicherte sich vorzeitig den Meistertitel. Für den 1. FC Düren, gegründet 2017, ist es der erste Regionalliga-Aufstieg in der noch jungen Vereinshistorie. Bevor es in der neuen Saison gegen Traditionsclubs wie Alemannia Aachen, Preußen Münster und Rot-Weiß Oberhausen geht, soll das Feiern nicht zu kurz kommen.

"Am 12. Juni ist letzter Spieltag, dann geht es mit dem harten Kern nach Mallorca zum Saisonabschluss und am 20. Juni legen wir schon wieder mit der Vorbereitung los", sagte Sportdirektor Dirk Ruhrig. Der Aufstieg aus der Mittelrheinliga bewahrte den Verein womöglich auch davor, einen Trainer suchen zu müssen, wie Coach Giuseppe Brunetto selbst erklärte.

"Jetzt kann ich es ja auch öffentlich sagen: Ich habe immer meinem engsten Kreisen gesagt - so viel Spaß, wie es mir auch in Düren macht: Ich weiß nicht, ob ich die Kraft gehabt hätte, wenn wir es nicht geschafft hätten, noch ein Jahr in der Oberliga arbeiten zu können", sagte er. "Ich habe einfach einen Riesenbock, einen Riesenspaß, in der Regionalliga arbeiten zu können."

Kaan-Marienborn steigt auf und spielt im DFB-Pokal

Auch in der Oberliga Westfalen wurde am Sonntag der Meister gekrönt. Durch einen 3:1-Sieg beim SV Schermbeck sicherte sich am Sonntagnachmittag der 1. FC Kaan-Marienborn den Titel und somit ein Ticket für die vierte Liga. Der Meistertitel bedeutete gleichzeitig auch die erste Teilnahme am DFB-Pokal, in dem Kaan-Marienborn den 1. FC Nürnberg empfängt. Für die Mannschaft von Trainer Thorsten Nehrbauer wird es nach der Saison 2018/19 der zweite Auftritt in der Regionalliga West sein. Damals stieg Kaan-Marienborn nach Platz 15 direkt wieder ab.

1. FC Bocholt wird Meister am Niederrhein

Der dritte bereits feststehende Aufsteiger ist der 1. FC Bocholt. Nach einem 5:0-Heimsieg gegen den TSV Meerbusch stand auch in der Oberliga Niederrhein der Meister bereits am Sonntag fest. "Wir haben uns diesen Aufstieg verdient. Der Verein gehört dahin, wo wir jetzt sind und wir haben richtig Bock auf die Regionalliga", sagte Bocholts Trainer Jan Winking.

Der letzte freie Platz wird noch in der Oberliga Westfalen ausgespielt. Drei Mannschaften haben noch reelle Chancen auf den zweiten Platz, der den Aufstieg bedeutet. Die beste Ausgangslage hat die SG Wattenscheid, die sich 2019/20 aus der Regionalliga zurückgezogen hatte. Dahinter lauert die Reserve des SC Paderborn auf einen Wattenscheider Ausrutscher.

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Heimatflimmern 13.05.2022 43:36 Min. UT AD Verfügbar bis 13.05.2023 WDR Von Ingolf Gritschneder

Quelle: red/dpa