Preußen Münster winkt die Tabellenführung

Preußen Münsters Kapitän Julian Schauerte mit seinen Mitspielern.

Preußen Münster winkt die Tabellenführung

Drittliga-Absteiger Preußen Münster stand nach einem Umbruch vor einer ungewissen Saison in der Regionalliga West - und ist hervorragend gestartet. Mit einem Sieg in Wuppertal könnte der Klub die Tabellenführung übernehmen.

Seit Montag steht endgültig fest: Preußen Münster wird nicht an der gerade gestarteten Saison der 3. Liga teilnehmen. Das Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies die Klage des Absteigers gegen die Fortsetzung der Drittliga-Saison 2019/20 nach der Corona-Unterbrechung endgültig ab. Zuvor war Münster bereits mehrfach mit Klagen gegen Spielwertungen gescheitert.

Die Entscheidung kam nicht unerwartet, aber spät, denn in der Regionalliga West sind bereits vier Spieltage ausgetragen worden. Wenn die Adlerträger in der nächsten Spielzeit wieder drittklassig spielen wollen, können sie das nur über den Aufstieg schaffen. Und der Saisonstart lief durchaus vielversprechend für die Preußen: Auf ein Remis zum Auftakt beim Vorjahresmeister SV Rödinghausen folgten drei Siege in Folge. Mit einem Sieg beim Wuppertaler SV könnte Münster am Mittwochabend (19.30 Uhr) sogar Fortuna Köln von der Tabellenspitze verdrängen, da die Südstädter am Mittwoch nicht im Einsatz sind.

Hildmann will neue Mannschaft aufbauen

Zehn Punkte aus vier Spielen - "Hätte uns das vorher jemand gesagt, hätten wir das alle unterschrieben", sagt Münsters Trainer Sascha Hildmann, der trotz des Abstiegs weitermachen durfte und eine neue Mannschaft formen soll. Dabei muss der 48-Jähriger elf Neuzugänge integrieren, kann aber auch weiter auf Leistungsträger wie Kapitän Julian Schauerte oder Innenverteidiger Simon Scherder setzen, dem in der laufenden Spielzeit bereits drei Treffer gelangen. Zudem will der Klub verstärkt auf eigene Talente bauen - auch wegen knapper Kassen in Corona-Zeiten. Bis zum Ende des Transferfensters am 5. Oktober will der Klub personell aber noch einmal nachlegen, denn die Saison mit 42 Spieltagen wird lang.

Sollte dem SCP am Mittwoch der vierte Sieg im fünften Spiel gelingen, wäre das eine "Sensation", so Hildmann. Mit der Rückkehr der Mittelfeldspieler Dennis Daube (nach Faserriss) und Jules Schwadorf (nach Zerrung) ist die personelle Lage bei Münster wieder etwas entspannter. Hinter einem Einsatz von Abwehrspieler Lukas Denkert (Knieprobleme) steht allerdings noch ein Fragezeichen. Definitiv fehlen wird Linksverteidiger und Ex-Wuppertaler Niklas Heidemann (Gelb-Rot-Sperre). Eine mögliche Alternative wäre der niederländische Neuzugang Roshon van Eijma, der laut Hildmann aber noch nicht bei 100 Prozent ist.

Bei Chancenverwertung noch Luft nach oben

Optimierungsbedarf sieht der Preußen-Coach vor allem bei der Chancenverwertung. "Wir hatten in fast allen Spielen genug Chancen und müssen zwingend daran arbeiten, diese besser zu nutzen. Dann geht so ein Spiel wie gegen Homberg auch mal 4:1 oder 5:1 aus", so der Trainer. Gegen Wuppertal, das bisher vier Punkte gesammelt hat, sollten seine Spieler auf der Hut sein, denn "der WSV spielt ein sauberes Mittelfeldpressing, kommt dann über das Umschaltspiel, wartet auf die Fehler des Gegners. Wir dürfen nicht zu sehr in die Konter laufen."

Stand: 22.09.2020, 18:32

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