Münster-Sportdirektor Niemeyer erwartet "Reaktion" gegen Lotte

Preußen-Sportdirektor Peter Niemeyer (l.) und Trainer Sascha Hildmann unterhalten sich beim Training

Münster-Sportdirektor Niemeyer erwartet "Reaktion" gegen Lotte

Vor dem Duell der Ex-Drittligisten zwischen Preußen Münster und den Sportfreunden Lotte fordert SCP-Sportdirektor Peter Niemeyer eine Leistungssteigerung. Doch er weiß, dass in der "besten Regionalliga" keine Geschenke verteilt werden.

"Wenn jeder seine Qualität auf den Platz bringt, bin ich davon überzeugt, dass man dieses Spiel gewinnen kann. Oder dieses Spiel sogar vielleicht gewinnen muss", sagt Peter Niemeyer im Gespräch mit dem WDR.

Die Rede ist von der Partie in der Regionalliga West zwischen Preußen Münster, Absteiger aus der 3. Liga, und den Sportfreunden Lotte (Samstag, 14 Uhr).

Duell zweier Ex-Drittligisten

Der 36-jährige Niemeyer ist seit diesem Sommer neuer Sportdirektor bei Preußen Münster und damit der Nachfolger von Malte Metzelder, der nach dem Abstieg in die Viertklassigkeit zurücktrat. Die Münsteraner Mannschaft unter Trainer Sascha Hildmann ist nun im Duell zweier Ex-Drittligisten - auch Lotte spielte zwischen 2016 und 2019 drittklassig - in der Favoritenrolle.

Niemeyer: "Ich erwarte eine Reaktion!" Sportschau 09.10.2020 01:21 Min. Verfügbar bis 09.10.2021 Das Erste

Münster ist mit elf Punkten aus sechs Partien gut gestartet und befindet sich auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe um die Zweitvertretungen von Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund, Rot-Weiss Essen (alle 14 Punkte) sowie Fortuna Köln (13). Lotte kam indes etwas schwerfällig aus dem Startblock und steht mit fünf Zählern auf Rang 17, konnte aber zuletzt überraschend gegen Fortuna Köln gewinnen (1:0).

Preußen-Manager: "Regionalliga West ist die beste"

Und Niemeyer weiß, dass in der Regionalliga jeder Gegner eine Herausforderung ist. Alle Klubs hätten demnach "Qualität". Der 36-Jährige ist sich sicher: "Die Regionalliga West ist die beste Regionalliga."

Dass in dieser Liga an jedem Spieltag aufs Neue alles möglich scheint, zeigte sich am letzten Wochenende gegen die U21 des 1. FC Köln - die Preußen verloren mit 0:1. Der Sportdirektor betont: "Wir hatten Chancen und hätten trotz eines schlechten Spiels punkten können. Da erwarte ich eine Reaktion von der ganzen Mannschaft."

Niemeyer sieht sich auch als Bindeglied

Seinen Beitrag leisten will Niemeyer bei Preußen Münster dabei nicht nur als Manager der Führungsetage, sondern auch als Bindeglied zur Mannschaft. Der Ex-Kapitän von Hertha BSC, der im Sommer 2019 beim niederländischen Erstligisten Twente Enschede den ersten Job nach seiner aktiven Laufbahn als Co-Trainer und Leiter der Nachwuchsabteilung angetreten hatte, erklärt: "Klar versuche ich, meine Erfahrungen einzubringen, auch auf eine etwas andere Art und Weise als der Trainer. Ich versuche, mich mit den Spielern im Austausch zu halten."

Erschwerter Start in den neuen Job

Zweifelsohne hätte Niemeyer sich einen problemloseren Einstieg in seine neue Aufgabe gewünscht. Mitten in der Corona-Pandemie, die auch die Transferperiode beeinträchtigte, musste er einen kühlen Kopf bewahren. 13 Spieler stehen auf der Zugangsliste der Preußen.

Unter anderem gelang es mit der Verpflichtung von Angreifer Benedikt Zahn (Greuther Fürth II) kurz vor Schließung des Transferfensters, noch einen vielversprechenden Mann für die Offensive zu holen. Trainer Hildmann hatte sich allerdings zwei Mittelstürmer gewünscht. Nicht auszuschließen ist, dass Niemeyer weiterhin vereinslose Spieler beobachtet - oder im Winter-Transferfenster nachjustiert.

jti | Stand: 09.10.2020, 12:42